SPIEGEL+ Paywall blockiert Zugriff auf ältere Artikel
SPIEGEL+ Paywall blockiert Zugriff auf ältere Artikel (03.07.2026)

Der SPIEGEL hat eine neue Zugriffsbeschränkung für seine Online-Artikel eingeführt. Leser, die auf einen Artikel zugreifen möchten, der älter als 30 Tage ist oder bereits zehnmal geöffnet wurde, sehen nun eine Paywall. Der Zugriff ist dann nur noch mit einem SPIEGEL+ Digital-Abo möglich.

Neue Paywall-Richtlinien beim SPIEGEL

Die Maßnahme betrifft alle Artikel, die über externe Links oder direkt auf der Website aufgerufen werden. Sobald die Grenze von 30 Tagen oder zehn Aufrufen überschritten ist, erscheint eine Meldung: „Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.“ Statt des Inhalts wird eine Werbung für SPIEGEL+ angezeigt.

Um weiterhin Zugriff zu haben, müssen Leser ein Digital-Abo abschließen. Der SPIEGEL bietet verschiedene Tarife an: Für Neukunden gibt es ein Einstiegsangebot von 1 Euro für die ersten vier Wochen, danach 5,99 Euro pro Woche. Ein Jahresabo kostet 4,49 Euro pro Woche für das erste Jahr (25 Prozent Rabatt) und danach ebenfalls 5,99 Euro pro Woche. Alle Abos beinhalten freien Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App, die wöchentliche digitale Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper, das Digital-Archiv und den S+-Newsletter.

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Bestehende Abonnenten und iTunes-Nutzer

Bereits vorhandene Digital-Abonnenten können sich einfach einloggen. Auch Print-Abonnenten haben die Möglichkeit, zu rabattierten Konditionen einen Digital-Zugang zu bestellen. Für Nutzer, die über iTunes abonnieren, gelten gesonderte Bedingungen: Das Abo wird über den iTunes-Account abgewickelt und verlängert sich automatisch um einen Monat (oder ein Jahr) zum aktuellen Preis, sofern es nicht 24 Stunden vor Ablauf gekündigt wird. Eine Verknüpfung mit einem SPIEGEL-ID-Konto ist erforderlich, um das Abo auch außerhalb der App nutzen zu können.

Die neue Paywall-Politik stößt bei einigen Lesern auf Kritik, da sie den freien Zugang zu älteren Inhalten einschränkt. Der SPIEGEL begründet die Maßnahme mit der Notwendigkeit, hochwertigen Journalismus zu finanzieren. Wie viele Artikel genau betroffen sind, teilte das Magazin nicht mit. Nach eigenen Angaben ist die Beschränkung Teil einer Strategie, um die Digitalabonnements zu stärken. Der SPIEGEL hatte bereits 2019 mit SPIEGEL+ ein Bezahlmodell eingeführt, das seitdem kontinuierlich ausgebaut wurde.

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