Am Montag, 3. August, um 20.15 Uhr startet die zweite Staffel der Reality-Show „Villa der Versuchung“ auf Sat.1 und Joyn. Die Aufzeichnungen fanden bereits im Februar statt. In der thailändischen Villa treffen 14 Prominente aufeinander und sollen für rund zwei Wochen unter primitiven Bedingungen leben. Statt Luxus gibt es Schlafplätze auf dem Boden, kalte Kartoffeln und stilles Wasser. Das Preisgeld beträgt 250.000 Euro – doch davon wird jede Extrawurst abgezogen.
Die Kostbar: Hier greifen die Promis ordentlich daneben
An der „Kostbar“ können sich die Kandidatinnen und Kandidaten mit Softdrinks, Schokoriegeln, Alkohol und Zigaretten eindecken – allerdings zu gepfefferten Preisen. Ein einzelnes Ei schlägt mit 300 Euro zu Buche, eine Flasche Wein kostet 500 Euro. Auch der Pool im Garten (3.000 Euro pro Tag), ein Einzelbett (1.500 Euro pro Nacht) oder die Wohnzimmercouch (3.000 Euro) lassen die Gewinnsumme schmelzen. Selbst die mitgebrachte Kleidung und Kosmetik haben ihren Preis: Ein Paar Schuhe wird mit 500 Euro berechnet.
„Das Billigste ist Kartoffeln essen und nackt sein. Das kostet nichts“, erklärt Roland Ludomirska, bekannt als „Käse-Millionär“, trocken. Ob sich die Gruppe daran hält, ist jedoch eher fraglich.
Thorsten Legat will durchhalten – und scheitert
Fußball- und Reality-Legende Thorsten Legat hat sich viel vorgenommen. „Ich schwöre auf alles, was ich hab’“, kündigt er an und will kein einziges Mal schwach werden. Doch der Schein trügt: Beim Thema Körperpflege wird auch er schwach. Dabei gibt sich Legat armutserfahren – er habe als Kind klauen müssen, „weil mein Vater alles versoffen hat“. In der Villa regt er sich vor allem über die vielen Raucherinnen auf: „Es wird geraucht, bis der Vulkan ausbricht. Das ist schon heftig.“
Diese 14 Promis sind dabei
Neben Legat und Ludomirska sind unter anderem Schauspielerin Jenny Elvers, Society-Lady Tatjana Gsell, Reality-Profi Tommy Pedroni, Influencer Erik Seidl, Schauspielerin Jana Pallaske (aka Jana Urkraft), Reality-Teilnehmerin Chika Ojiudo-Ambrose, „Prince Charming“ Nicolas Puschmann, Model Elsa Latifaj, Unternehmer Jens Hilbert, Ex-Kinderfernsehmoderator Paddy Kroetz, Ballermann-Sängerin Frenzy und Annika Kärsten-Hoenig, Ehefrau von Filmstar Heinz Hoenig, mit von der Partie.
Für Kärsten-Hoenig und Kroetz ist es das erste Mal im Reality-TV. Kroetz wurde als Moderator und Reporter bei Super RTL („Toggo TV“) bekannt und gibt sich zu Beginn zurückhaltend. Ganz anders Latifaj: Die ehemalige „Germany’s Next Topmodel“-Teilnehmerin will sich offenbar mit ihrer lauten Art für die nächste „Dschungelcamp“-Staffel empfehlen.
Ernste Motive: Annika Kärsten-Hoenig braucht das Geld
Annika Kärsten-Hoenig nimmt an der Show teil, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Vor zwei Jahren kämpfte ihr Mann Heinz Hoenig („Das Boot“) um sein Leben und lag zeitweise im Koma. Für die medizinische Behandlung sammelten die beiden Spenden. Die 41-Jährige sagt gegenüber der „Bunten“: „Auch meine Altersvorsorge ist draufgegangen, um das Leben von Heinz zu retten, da wir erst mal die Monate überbrücken mussten, in denen er keine Krankenversicherung hatte.“ Und weiter: „Und ich bin ganz ehrlich: Natürlich geht es ums Geldverdienen.“
Deutlich entspannter sieht es Sängerin Frenzy. Sie sieht die Show eher als Abenteuer: „Das war sehr spannend, hart und es ist super viel passiert. Es war mein erstes Mal Reality, ich habe mit allem gerechnet und es ist auch alles eingetroffen“, erzählt sie der dpa.
Konflikte sind garantiert
Hunger, Schlafmangel und Ego-Trips: Das Format lebt von der Konfrontation. Nach der regelmäßigen „Abrechnungszeremonie“, bei der Gastgeberin Verona Pooth die Ausgaben präsentiert, muss die Gruppe jemanden aus der Villa wählen. Das sorgt für laute Debatten – zumal nicht immer die Person mit dem höchsten Verbrauch gehen muss.
Frenzy gibt zu: „Da steckt definitiv Konfliktpotenzial drin. Ich bin meiner Meinung treu geblieben und habe mich da auch nicht mit jedem gut verstanden.“
Staffel 1: Nur ein Bruchteil des Preisgeldes blieb übrig
In der Premierenstaffel reduzierten die 14 Promis das Startgeld von 250.000 Euro auf gerade einmal 9.199 Euro. Die ausgeschiedenen Kandidaten kürten Jasmin Herren zur Siegerin, die trotz des mageren Gewinns Freudentränen vergoss. Sat.1 verbuchte im Sommer 2025 ordentliche Quoten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Staffel kündigen an, es besser machen zu wollen. Doch schon nach wenigen Stunden werden Kokoswasser und Eier verköstigt – die guten Vorsätze verpuffen schnell.



