Vor 30 Jahren, am 4. Juli 1996, startete Roland Emmerichs Science-Fiction-Katastrophenfilm „Independence Day“ in den US-Kinos. In Deutschland kam der Film erst am 19. September 1996 in die Kinos. Zum Jubiläum ist der über zweistündige Film beim Streamingdienst Disney+ mit Abo abrufbar. „Erleben Sie dieses epische Science-Fiction-Werk, das eine neue Blockbuster-Ära startete“, heißt es dort.
Zweiterfolgreichster Film der Geschichte
„Independence Day“ war global der erfolgreichste Film des Jahres 1996 und wurde auf einen Schlag der zweiterfolgreichste Film der Geschichte – nach „Jurassic Park“ von Steven Spielberg (1993). Weltweit spielte er rund 817 Millionen US-Dollar ein. Inzwischen ist er auf Platz 110 der erfolgreichsten Filme abgerutscht (Stand: Ende Juni 2026), da spätere Hits wie „Titanic“ (1997) und „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ (2009) ihn überholt haben.
Allein in Deutschland zählte der Film mehr als 9 Millionen Kinobesucher und war damit der meistbesuchte Film des Jahres 1996. Zum Vergleich: „Men in Black“ kam ein Jahr später auf 7,4 Millionen Besucher, „Titanic“ zwei Jahre später auf 18 Millionen.
Ikonische Szene: Weißes Haus explodiert
Die Handlung erstreckt sich über drei Tage, beginnend am 2. Juli. Ein riesiges außerirdisches Raumschiff mit einem Durchmesser von über 500 Kilometern schwenkt in die Erdumlaufbahn ein. Die Aliens planen die Vernichtung der Menschheit. Ikonisch ist die Szene, in der das Weiße Haus in Washington zerstört wird. Das „Lexikon des internationalen Films“ beschreibt das Werk als „schrill-patriotischen Science-Fiction-Film“ und „ideologisch fragwürdig, aber erfolgreich in seiner Spekulation mit äußerlichen und emotionalen Effekten“.
Helden: Will Smith, Jeff Goldblum, Bill Pullman
Die Hauptrollen spielen Will Smith (Pilot Captain Steve Hiller), Jeff Goldblum (Satellitentechniker David Levinson) und Bill Pullman (US-Präsident Thomas J. Whitmore). Sie stellen sich der drohenden Apokalypse entgegen.
Emmerich: „Mein erfolgreichster Film“
Der inzwischen 70-jährige Regisseur Roland Emmerich („Godzilla“, „The Day After Tomorrow“, „2012“) sagte der dpa in Hamburg: „Der Film ist natürlich für mich sehr bedeutsam, weil es mein erfolgreichster Film ist.“ Er sei froh, damit seine Karriere durchgestartet zu haben. Seinen besten oder wichtigsten Film sieht Emmerich in „Independence Day“ jedoch nicht. Sein persönlicher Lieblingsfilm in seiner Filmografie sei „Anonymus“ (2011), ein politischer Thriller über die Frage, ob William Shakespeare seine Werke selbst geschrieben hat.



