Das Management von Ariana Grande hat in der Nacht zum Montag offiziell bestätigt, dass die Sängerin nach dem letzten Konzert ihrer aktuellen Welttournee eine längere Auszeit einlegen wird. Ursprünglich wollte die 33-Jährige im Anschluss an die Tournee eine komplette Spielzeit auf der Theaterbühne verbringen – doch daraus wird nun nichts. In der Stellungnahme, die dem US-Magazin „People“ vorliegt, kündigt das Management eine „wohlverdiente Auszeit von öffentlichen Verpflichtungen und Auftritten“ an.
Die laufende Tournee startete am 6. Juni in Oakland, das Finale ist für den 1. September in London geplant. In dem Schreiben heißt es weiter: „Sie freut sich darauf, die Tournee erfolgreich und bei bester Gesundheit sowie bester Stimmung abzuschließen.“ Direkt im Anschluss wolle sie sich eine Auszeit nehmen – wie lange diese dauern wird, ließ das Management offen.
Musikvideo „Petal“ schürt Gesundheitsängste
Schon seit geraumer Zeit machen sich Fans Sorgen um Grandes gesundheitlichen Zustand. Neue Nahrung erhält die Debatte durch das aktuelle Musikvideo zu ihrem Song „Petal“ – auf Deutsch „Blütenblatt“. Darin ist die Sängerin in einem Büro vor einer Jury aus Männern zu sehen, wie sie in schwarzen Leggings, einem schulterfreien Oberteil und mit leichtem Schal um den Hals singt und tanzt. Für viele Betrachter wirkt die 33-Jährige darin deutlich schmaler als in früheren Jahren.
Auf YouTube, wo Grande den Clip veröffentlicht hat, häufen sich alarmierte Kommentare. „Ihr Hals sieht knochig aus, ebenso ihre Arme. Sie ist von Natur aus schlank, aber es kommt langsam an einen Punkt, an dem es nicht mehr gesund ist“, schreibt eine Nutzerin. Ein anderer Fan kritisiert das Umfeld des Stars: „Wie viele Fachleute mussten dieses Video schon prüfen, und trotzdem wurde es veröffentlicht?“ Weitere Stimmen fordern die Sängerin auf, sich Hilfe zu holen: „Ich kann nur daran denken, wie sehr ich hoffe, dass es ihr gut geht, denn sie sieht buchstäblich krank aus.“
Die Kommentare zeigen, wie sehr die Öffentlichkeit Grande in den vergangenen Jahren beobachtet hat. Die Sorge um ihre Gesundheit ist dabei nicht neu: Bereits 2023 sah sich die Sängerin gezwungen, sich zu den Spekulationen zu äußern. Doch das neue Video verleiht der Debatte eine zusätzliche Dringlichkeit.
„Diese arme Frau stirbt möglicherweise direkt vor unseren Augen“
Auch prominente Persönlichkeiten äußern sich besorgt. Die britische Moderatorin Jameela Jamil (40) schrieb auf Instagram: „Diese arme Frau stirbt möglicherweise direkt vor unseren Augen.“ Der Kommentar wurde vielfach geteilt und verstärkt den öffentlichen Druck auf den Popstar.
Ariana Grande selbst hatte bereits 2023 in einem TikTok-Video Stellung zu den anhaltenden Spekulationen über ihren Körper bezogen. Sie erklärte: „Ich weiß, dass es die ungesündeste Version meines Körpers war. Ich nahm damals viele Antidepressiva, trank dazu Alkohol und ernährte mich ungesund. Am Tiefpunkt meines Lebens sah ich zwar so aus, wie ihr es als ‚gesund‘ bezeichnet, aber das war in Wirklichkeit nicht mein gesunder Zustand.“
Das Management räumte nun ein, dass Grandes Auftritte in den vergangenen Jahren „zu einer endlosen, anhaltenden öffentlichen Beobachtung geführt“ hätten. Insbesondere bei den Premieren der beiden „Wicked“-Kinofilme 2024 und 2025 habe die Sängerin im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden. In den Verfilmungen des Broadway-Musicals hatte Grande die Rolle der Glinda übernommen und damit auch als Schauspielerin gefeiert.
Der Wortlaut des Statements lässt jedoch offen, ob die Auszeit auch aus gesundheitlichen Gründen erfolgt. Das Management vermeidet eine direkte Stellungnahme zu den Spekulationen, betont aber den Wunsch nach Erholung.
Songtext als Antwort auf die Kritik?
In ihrem Lied „Petal“ verarbeitet Grande die Situation auf ihre eigene Art. Sie singt: „Denn alle meine Lieblingsgeschichten enden irgendwie in einer Katastrophe. Aber ich brauche niemanden, der mich rettet, denn diese Musik und ich werden niemals sterben.“ Ob sich dahinter eine direkte Botschaft an ihre Kritiker verbirgt, bleibt Spekulation.
Vom Broadway bis nach Hollywood
Ariana Grande wuchs in Boca Raton im US-Bundesstaat Florida auf. Ihre Mutter Joan arbeitet als Unternehmenschefin, ihr Vater Edward als Grafikdesigner. Die Eltern trennten sich, als Grande noch ein Kind war, unterstützten ihre Tochter jedoch von Beginn an bei deren Traum von der Showkarriere – ohne je ins Management einzusteigen.
2008, mit nur 15 Jahren, stand Grande erstmals im Bernard B. Jacobs Theatre am Broadway in New York auf der Bühne. Über ein Casting kam sie 2009 in die Teenieserie „Victorious“. 2011 folgte der erste Plattenvertrag. Der Durchbruch als Sängerin gelang ihr 2014 mit dem Album „My Everything“ – damals war sie 21 Jahre alt. In den Jahren 2024 und 2025 feierte sie schließlich mit den zwei Kino-Teilen des Musical-Hits „Wicked“ auch auf der Leinwand große Erfolge.
Grande arbeitete in diesen Jahren eng mit Scooter Brown zusammen, der von 2013 bis 2023 ihr Management übernahm. Brown gilt als Entdecker von Justin Bieber und ist der Partner von Schauspielerin Sydney Sweeney. Die Zusammenarbeit zwischen Grande und Brown endete 2023, wie aus früheren Berichten hervorgeht.
Wie es für Ariana Grande nach dem 1. September und der angekündigten Auszeit weitergeht, ist offen. Das Management bat in der Stellungnahme um Verständnis und Respekt für die Privatsphäre der Künstlerin.



