Torsten Höllerich, der Sohn des legendären Schlagersängers Roy Black († 1991), hat mit 50 Jahren einen radikalen Neuanfang gewagt. Der 50-Jährige arbeitet heute als LKW-Fahrer und ist nach eigenen Angaben so glücklich wie nie zuvor. „Ich fange mit 50 komplett bei null an“, sagte Höllerich im Gespräch mit der Bild-Zeitung.
Vom Schlagerstar zum Brummi-Fahrer
Höllerich war in den 1990er Jahren selbst als Sänger aktiv und veröffentlichte einige Titel. Doch der große Erfolg blieb aus. Nach einer langen Schaffensphase entschied er sich für einen kompletten Berufswechsel. „Ich habe mein Leben komplett umgekrempelt“, erklärte er. Heute steuert er einen 40-Tonner durch ganz Europa und genießt die Freiheit auf der Straße.
Glück und Zufriedenheit im neuen Job
Der Umstieg vom Showbusiness in die Logistikbranche sei für ihn die beste Entscheidung gewesen. „Ich bin endlich angekommen“, betonte Höllerich. Er habe Ruhe und innere Zufriedenheit gefunden. „Früher war ich ständig unter Druck, heute bin ich einfach nur ich selbst.“ Der Sohn von Roy Black verdient mit dem Lkw-Fahren seinen Lebensunterhalt und ist stolz auf seinen eigenständigen Weg.
Der Vater Roy Black als Vorbild und Belastung
Roy Black, der mit Hits wie „Ganz in Weiß“ und „Du bist nicht allein“ berühmt wurde, starb an Herzversagen. Sein Sohn Torsten litt lange unter dem Erbe des Vaters. „Ich wollte immer aus seinem Schatten treten, aber das war schwer“, gab er zu. Mit dem Neuanfang als LKW-Fahrer habe er nun endlich seinen eigenen Platz gefunden. Auch wenn er die Musik vermisse, sei die Entscheidung richtig gewesen.
Ein Leben ohne Luxus und Star-Allüren
Höllerich lebt bescheiden in einer kleinen Wohnung und kommt ohne die Privilegien des Showgeschäfts aus. Sein Alltag bestehe aus Frühschichten und langen Touren, aber er bereue nichts. „Ich bin frei und unabhängig“, sagte er. Die Menschen auf den Raststätten begegnen ihm freundlich, viele erkennen ihn noch als Sohn des Schlagersängers. „Aber das ist okay, ich bin heute einfach Torsten, der LKW-Fahrer.“
Zukunftspläne: Keine Rückkehr ins Rampenlicht
Eine Rückkehr auf die Bühne schließt Höllerich aus. „Das Kapitel ist für mich abgeschlossen.“ Er wolle weiterhin mit seinem Lkw unterwegs sein und die Ruhe genießen. Sein größter Wunsch: Gesundheit und ein friedliches Leben. „Mehr brauche ich nicht“, sagte er abschließend.



