Afrikas Verbände verteidigen FIFA-Chef Infantino gegen Kritik
Afrikas Verbände verteidigen Infantino gegen Kritik

Während FIFA-Präsident Gianni Infantino in Europa zunehmend unter Beschuss steht, erfährt er von den afrikanischen Fußballverbänden breite Unterstützung. Patrice Motsepe, Präsident des afrikanischen Kontinentalverbandes CAF, verteidigte den Schweizer am Mittwoch in Johannesburg öffentlich.

Motsepe lobt Infantinos Engagement für Afrika

„Ich schätze seine große Liebe zum Fußball, sein tiefes Engagement für den Fußball weltweit und seine Unterstützung für Afrika“, sagte Motsepe. Der 64-Jährige betonte, Infantino habe eine Schlüsselrolle dabei gespielt, die Chancen afrikanischer Nationalmannschaften auf der Weltbühne zu erweitern. Konkret verwies Motsepe auf die Erhöhung der WM-Startplätze für Afrika: Bei der Endrunde 2026 in den USA, Mexiko und Kanada waren zehn afrikanische Teams vertreten – vier Direkttickets mehr als zuvor, plus ein Playoff-Platz.

Kritik in Europa – Lob aus Afrika und Südamerika

Infantino war während der WM 2026 zunehmend in die Kritik geraten, insbesondere wegen der aufgehobenen Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun, der Einführung von Trinkpausen und der möglichen Aufstockung des Turniers auf 64 Mannschaften. Im kommenden Jahr will der Schweizer für eine vierte Amtszeit kandidieren. In Europa äußerte sich Spaniens Ligaboss Javier Tebas besonders scharf: „Die Zeit des FIFA-Chefs ist vorbei, er sollte nicht im Amt bleiben. Er hat die Unterstützung des Systems, der Verbände. Das ist das System, und es ist ein System, das bereits an der Wurzel krank ist“, sagte Tebas der Gazzetta dello Sport.

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Afrika besitzt innerhalb der FIFA großen Einfluss. Die 54 Mitgliedsverbände der CAF bilden den größten geschlossenen Stimmenblock der sechs Kontinentalverbände. Bereits im April hatte sich auch Südamerikas Verband CONMEBOL öffentlich für Infantinos Wiederwahl ausgesprochen. Für Infantinos angestrebte Wiederwahl 2027 deutet sich damit eine riesige Mehrheit an. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte zuletzt bestätigt, dass Verbandschef Bernd Neuendorf ein Unterstützerschreiben für Infantino nicht unterzeichnet habe.

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