In Brandenburg ist erstmals ein Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) entdeckt worden. Wie das Agrar- und Umweltministerium in Potsdam mitteilte, wurde das Nest unter dem Dachvorsprung eines Bürogebäudes in Eisenhüttenstadt gefunden. Es handle sich um ein schnell wachsendes Nest, das noch an diesem Freitag beseitigt werden soll.
Gefahr für Honigbienen und Menschen
Die aus Südostasien stammende Hornisse ist eine invasive Art, die in Deutschland nicht natürlicherweise vorkommt. Sie macht gezielt Jagd auf Bienenstöcke und bevorzugt Bienen als Beute. Dadurch stellt sie eine erhebliche Gefahr für die heimische Imkerei dar. Auch für Menschen können die Hornissen gefährlich werden, insbesondere in der Nähe ihrer Nester, da sie ihr Territorium aggressiv verteidigen.
Fundort überrascht Experten
Der Fund in Eisenhüttenstadt im Osten Brandenburgs kam für Fachleute überraschend. Bislang rechneten sie mit ersten Vorkommen eher im Westen des Bundeslandes, da die Asiatische Hornisse bereits an der Elbe in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen nachgewiesen wurde. Das Ministerium erklärte: „Der aktuelle Fund an der östlichen Landesgrenze überrascht und geht mutmaßlich auf eine vom Menschen versehentlich verschleppte Königin zurück.“ Ein ähnlicher Fall habe sich 2023 in Berlin ereignet, wo die schnelle Beseitigung eines Nestes eine weitere Ansiedlung verhindern konnte.
Chancen auf Eindämmung
Da es sich um eine isolierte Ansiedlung weitab vom bisherigen Verbreitungsgebiet handelt, sehen Experten gute Chancen, eine Ausbreitung der Art im Raum Eisenhüttenstadt zu verhindern. Die Nester der Asiatischen Hornisse werden in Deutschland gezielt beseitigt, um die invasive Art zu bekämpfen. Das Insekt gehört zu den Tieren, die durch menschliches Handeln nach Deutschland gelangt sind und hier heimische Ökosysteme bedrohen.



