Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo bleibt weiterhin außer Kontrolle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt nun 837 bestätigte Infektionen mit der Bundibugyo-Variante des Virus. Hinzu kommen 165 Verdachtsfälle und 196 Todesopfer, Stand 18. Juni. Immerhin 49 Erkrankte haben sich inzwischen wieder erholt.
Die Rolle Europas bei der Ausbreitung
Hierzulande entsteht die Nachfrage nach Gold, Kobalt und anderen Mineralien und Erzen. In Zentralafrika graben sich dafür Menschen in den Boden, roden den Dschungel und geraten dabei in Kontakt mit Viren, die zuvor keine Gefahr darstellten. Die europäische Nachfrage treibt den Rohstoffabbau voran, der die natürlichen Lebensräume zerstört und den Kontakt mit Wildtieren fördert, die als Überträger von Viren wie Ebola gelten.
Die aktuelle Lage in der DR Kongo
Die WHO berichtet von einer angespannten Situation in den betroffenen Gebieten. Die Gesundheitsbehörden kämpfen gegen die Ausbreitung des Virus, doch die schlechte Infrastruktur und die mangelnde Aufklärung erschweren die Eindämmung. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter an, und die Todesrate bleibt hoch.
Experten fordern ein Umdenken im Umgang mit Rohstoffen. Eine nachhaltige Förderung und strengere Auflagen könnten helfen, die Ausbreitung von Zoonosen zu verhindern. Doch solange die Nachfrage nach billigen Rohstoffen in Europa ungebrochen ist, wird das Risiko neuer Epidemien bleiben.



