Rätsel um Wolfsangriff: Hündin Destiny starb, Kind nicht in Gefahr
Rätsel um Wolfsangriff: Hündin Destiny starb

Der Tod der siebenjährigen Mischlingshündin Destiny in Orbicciano in der Toskana sorgt für ein Rätsel. Die Eltern Tommaso (39) und Paula (40) hatten erklärt, der Wolf habe ihr zweijähriges Kind im Garten angegriffen, und Destiny habe sich heldenhaft dazwischengeworfen, um den Jungen zu retten. Doch Bürgermeister Marcello Pierucci und die Polizei widersprechen dieser Darstellung nun vehement.

Bürgermeister: Kind war nie in Gefahr

„Es gab keinen Angriff auf einen Menschen“, erklärte Bürgermeister Marcello Pierucci im italienischen Fernsehen. Auch sei das Kind nicht von dem Tier bedrängt worden. Die Familie sei die ganze Zeit sicher im Haus gewesen. In einem Interview mit Kanal 5 präzisierte er: „Die Familie hatte im Garten den Grill an, befand sich aber drinnen.“ Die Überreste des getöteten Hundes, darunter der Kopf, seien erst einen Tag später, am vergangenen Sonntag, im Wald gefunden worden.

Die Eltern hingegen halten an ihrer Version fest. Papa Tommaso sagte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: „Das Kind spielte hier im Hof. Wir glauben, der Wolf war wohl schon eine Weile in der Nähe. Schließlich gelang es mir, ihn zu vertreiben. Er ließ die Hündin los, doch sie war bereits tot.“ Das Raubtier habe den Kadaver in den Wald gezerrt, wo nur noch wenige Überreste gefunden wurden.

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Umweltverband dramatisiert Vorfall

Die Meldung vom Angriff auf ein Kind war zunächst von einem italienischen Umweltverband dramatisiert und geteilt worden, der sich gegen die Ausbreitung der Wölfe in der Region einsetzt und Schutzmaßnahmen fordert. Anwohner, von denen viele keinen Zaun um ihr Gelände haben, seien zunehmend beunruhigt über die umherstreifenden Tiere. Die Region Toskana, der Bürgermeister und die Polizei betonen jedoch, dass es keinen Angriff auf einen Menschen gegeben habe.

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