Beim HSV nutzen in der Vorbereitung gleich mehrere Talente die Chance, sich bei den Profis zu präsentieren. Im ersten Testspiel gegen Rapid Wien (2:3) standen mit Torwart Elias Lahti (17), Jason Bissi-Mouelle (18), Louis Lemke (16), Shafiq Nandja (19), Jannes von Diczelski (17) und Thierry Sedlatschek (17) sechs Nachwuchsspieler auf dem Rasen. Zudem reisen Collin Poppelbaum (19), Henri Schümann (17) und Kelvin Ojo (19) ins Trainingslager nach Längenfeld (bis 25.7.).
Nandja: Vom Joker zum Nationalspieler?
Shafiq Nandja, der 1,95 Meter große Innenverteidiger, gilt in dieser Gruppe bereits als erfahren. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam er zu zwei Kurzeinsätzen gegen den SC Freiburg und in Leverkusen. In sechs der letzten sieben Partien stand er im Kader. Gegen Wien spielte er in der zweiten Hälfte und überzeugte mit einer soliden Leistung.
Nach diesen ersten Profi-Erfahrungen meldete sich der Verband von Togo bei Nandja. Togo ist die Heimat seiner Mutter, sein Vater stammt aus Nigeria. Der Hamburger soll im September zu seinen ersten internationalen Einsätzen kommen. Togos Verband plant mit dem HSV-Eigengewächs, das 2018 von Harburger Türk-Sport in den Volkspark wechselte, für die Qualifikationsspiele zur U23-Afrika-Meisterschaft. Nandja zeigt Interesse an einer Teilnahme, da er bislang noch nicht für deutsche U-Nationalmannschaften auflief.
Vertrag bis 2030 und große Ziele
In der abgelaufenen Saison absolvierte Nandja 24 Regionalliga-Partien, bevor er im Saisonendspurt erste Profi-Luft schnupperte. Ende Mai unterschrieb er einen Vertrag bis 2030. Nandja sagte: "Als gebürtiger Hamburger, der viele Jahre im Nachwuchs des HSV verbracht hat, wird mit dieser Vertragsunterschrift ein Traum für mich wahr. Es macht mich stolz, dieses Zwischenziel erreicht zu haben." Nun muss er zeigen, dass mehr daraus werden kann.



