Preisentwicklung in China: Inflation bleibt stabil, Erzeugerpreise ziehen an
In China hat sich die Inflation im Mai nicht weiter beschleunigt. Wie das Statistikamt in Peking mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 1,2 Prozent – derselbe Wert wie im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt mit einer Rate von 1,3 Prozent gerechnet. Damit bleibt die Teuerung unter den Erwartungen, obwohl die Ölpreise weiterhin hoch sind.
Transportkosten als Haupttreiber
Zu den stärksten Preistreibern zählten erneut die Transportkosten, die sich im Mai weiter erhöhten. Grund dafür sind die anhaltend hohen Energiekosten, die unter anderem durch den Irankrieg beeinflusst werden. Bereits zu Jahresbeginn lag die Inflation nur bei 0,2 Prozent, bevor steigende Kraftstoffpreise für eine deutliche Teuerung sorgten.
Erzeugerpreise auf Höchststand
Deutlich stärker fiel der Anstieg bei den Erzeugerpreisen aus. Diese legten im Mai um 3,9 Prozent zu, nachdem sie im April noch bei 2,8 Prozent gelegen hatten. Dies ist der stärkste Anstieg seit dem Sommer 2022. Der Inflationsdruck in den Fabriken der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hat sich durch höhere Energiekosten und einen Investitionsboom im Bereich der künstlichen Intelligenz verstärkt.
Ausblick
Experten rechnen damit, dass die Preise in den kommenden Monaten noch deutlicher anziehen könnten. Die Entwicklung der Erzeugerpreise gilt als Frühindikator für die Verbraucherpreise, da höhere Kosten oft an die Endverbraucher weitergegeben werden.



