Doppelerdbeben in Venezuela: USA schicken Suchtrupps und Hilfe
Doppelerdbeben in Venezuela: USA schicken Hilfe

Ein Doppelerdbeben hat Venezuela schwer getroffen. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke der Erschütterungen mit 7,2 und 7,5 an. Damit zählen die Beben zu den weltweit stärksten des laufenden Jahres. Die Regierung rief den Notstand aus und rechnet mit Tausenden Toten. Die USA kündigten sofortige Hilfe an.

USA entsenden Rettungsteams

US-Außenminister Marco Rubio schrieb auf X: „Amerika steht dem venezolanischen Volk in dieser schwierigen Zeit zur Seite, und auf Anweisung von Präsident Trump entsendet das Außenministerium unverzüglich Such- und Rettungsteams, medizinische Hilfsgüter und humanitäre Hilfe nach Venezuela.“ Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez bedankte sich auf X für die Unterstützung und bestätigte den Kontakt zu Trump und Rubio.

Zahl der Opfer steigt

Nach Angaben der venezolanischen Regierung sind mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 700 wurden verletzt. Rodríguez wies darauf hin, dass noch keine Daten aus dem besonders betroffenen Bundesstaat La Guaira vorliegen. Die USGS hatte beide Beben mit einem „roten Alarm“ gekennzeichnet, was auf große Schäden und viele Opfer hindeutet. Erste Prognosen nennen Tausende bis über hunderttausend Tote als mögliches Szenario.

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Epizentren und Zerstörung

Das erste Beben ereignete sich am Mittwoch um 18:04 Uhr Ortszeit (00:04 MESZ) 24 Kilometer östlich von San Felipe in 21,9 Kilometern Tiefe. Das zweite Beben folgte nur wenige Kilometer nördlich. In den Städten Puerto Cabello und San Felipe leben zusammen über 400.000 Menschen. Die Beben waren auch in Caracas zu spüren, wo Videos beschädigte Gebäude und Schäden am Flughafen zeigen. Rodríguez sprach von einer „Tragödie“ und einem Erdbeben „noch nie dagewesenen Ausmaßes“. La Guaira sei zum Katastrophengebiet geworden.

Rettungsarbeiten laufen

Der Bürgermeister der Gemeinde Chacao, Gustavo Duque, berichtete in einem Instagram-Video, dass Rettungskräfte immer noch Menschen lebend unter Trümmern hören. „Glücklicherweise hören wir Menschen, die noch am Leben sind, und wir werden sie retten“, sagte er. Bisher seien 23 Menschen gerettet worden. „Wir werden diesen Ort nicht verlassen, bis wir die letzte Person gerettet haben, die wir noch lebend retten können, und ich weiß, dass wir mit Gottes Hilfe Erfolg haben werden.“ Die Geretteten würden in örtlichen Gesundheitszentren versorgt.

Internationale Hilfe

Neben den USA haben auch Spanien und China Hilfe zugesagt. Premierminister Pedro Sánchez und Außenminister José Manuel Albares sicherten Caracas jede benötigte Unterstützung zu. Auch das chinesische Außenministerium bot Hilfe an. Die Such- und Rettungsteams werden in Venezuela dringend gebraucht, um weitere Leben zu retten.

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