Ein 39-jähriger Mann aus China hat nach einem Sturz ins Meer mehrere Tage auf offener See überlebt, bis Fischer ihn retteten. Der Vorfall ereignete sich Ende Mai auf der südchinesischen Insel Hainan, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Der Unfall
Qin Jianping war am 27. Mai bei stürmischem Wetter während eines nächtlichen Spaziergangs an der Promenade in Haikou ausgerutscht und ins Meer gefallen. Überwachungskameras der Polizei bestätigten den Vorfall. Die Strömung zog den Mann auf das Meer hinaus, wo er vergeblich versuchte, gegen die Wellen anzuschwimmen. „Ich bin zuvor noch nie im Meer geschwommen“, sagte Qin später im Krankenhaus.
Der Kampf ums Überleben
Sein Mobiltelefon ging verloren, sodass er keine Hilfe rufen konnte. Um Energie zu sparen, ließ er sich treiben und entledigte sich seiner Kleidung und seines Schmucks. Nach mehr als 40 Stunden erreichte er eine Boje, auf der er sich erholte, bis eine Welle ihn wieder ins Meer zurückstieß.
Am 31. Mai, dem fünften Tag seiner Odyssee, erreichte er eine weitere Boje, an der er sich vor Erschöpfung nur noch festklammern konnte. Um seinen Hunger zu stillen, aß er Dutzende kleine Krebse roh, die er an der Boje fand. Seinen Durst bekämpfte er mit salzigem Meerwasser und eigenem Urin.
Die Rettung
Nach sieben Tagen entdeckten zwei Fischer den völlig erschöpften und halluzinierenden Qin. „Er habe nichts mehr sehen können“, sagte Fischer Zheng Shizhong. Sie reichten ihm einen langen Stock und zogen ihn ins Boot. „Er wusste gewiss, dass ihn jemand rettet“, so Zheng. Qin erzählte später, er habe gedacht, den Griff einer Restaurant-Tür in den Händen zu halten.
An Land wurde Qin zunächst auf der Intensivstation des Krankenhauses im Kreis Chengmai versorgt. Arzt Chen Boyi sprach von infizierten Wunden und starker Dehydration. Drei Tage später wurde er auf eine gewöhnliche Station verlegt, nachdem sich sein Zustand gebessert hatte.
Die Geschichte von Qin Jianping zeigt eindrucksvoll, wie ein Mensch mit extremen Bedingungen umgehen kann und letztlich doch gerettet wird. Die Fischer, die ihn fanden, sind die Helden dieser Geschichte.



