Fünf Überlebende eines Schiffsunglücks vor der indonesischen Insel Selayar sind nach drei Tagen auf einem selbst gebauten Floß aus Kanistern und Korkstücken gerettet worden. Unter ihnen war ein siebenjähriges Mädchen. Die Gruppe wurde am Samstagnachmittag von Fischern entdeckt, die sich an ihre Netze klammerten, und anschließend von Rettungskräften geborgen.
Schiff mit 78 Menschen an Bord gesunken
Das Passagierschiff war am Mittwoch nach einem Motorschaden nahe der kleinen Insel Selayar gesunken, etwa 79 Kilometer südlich der Provinz Sulawesi. Laut Rettungsleiter Muhammad Arif Anwar befanden sich ursprünglich 78 Menschen an Bord, obwohl die Passagierliste nur 50 Namen umfasste. 47 Menschen wurden unmittelbar nach dem Unglück gerettet, mindestens eine Person kam ums Leben. Die Suche nach den weiteren Vermissten läuft noch.
Überlebende bauten Behelfsfloß
„Nach dem Untergang rettete sich jeder mit der Ausrüstung oder den notdürftigen Schwimmhilfen, die er finden konnte“, sagte Arif. Die fünf Überlebenden hätten Kanister und Korkstücke mit Seilen zusammengebunden und seien auf die so entstandene Plattform geklettert. Ursprünglich bestand die Gruppe aus 25 Schiffbrüchigen, doch durch heftigen Wind wurden die fünf von den anderen getrennt.
Erschöpft und geschwächt nach drei Tagen
Die Geretteten waren nach drei Tagen mit kaum Nahrung und Wasser erschöpft und geschwächt. Sie hätten sich mit einigen Packungen Instantnudeln und Keksen versorgt, erklärte ein Sprecher der Rettungskräfte. Fischer entdeckten die Überlebenden am Samstagnachmittag und alarmierten die Behörden.
Suche nach Vermissten dauert an
Die Suche nach den übrigen Vermissten wird mit fünf größeren Schiffen, einem Aufklärungsflugzeug und einem Hubschrauber fortgesetzt. Abweichungen zwischen Passagierlisten und der tatsächlichen Zahl der Reisenden sind in Indonesien häufig. Wegen laxer Sicherheitsvorschriften und schlechten Wetters kommt es dort immer wieder zu Schiffsunglücken.



