Der Silberwangen-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) breitet sich im Mittelmeer aus und stellt eine ernste Gefahr für den Menschen dar. Das berichtet die „Daily Mail“. Der Fisch stammt ursprünglich aus dem Indopazifik und ist über den Suezkanal ins Mittelmeer gelangt. Die EU-Kommission zählt ihn zu den schädlichsten invasiven Arten im Mittelmeer.
Gefährliches Nervengift im Fisch
Experten warnen: Der Fisch reichert Tetrodotoxin an – ein extrem starkes Nervengift. Die größte Gefahr lauert beim Verzehr. Wer den Kugelfisch isst, riskiert eine schwere Vergiftung. Kochen oder Braten ist kein verlässlicher Schutz. Studien haben das Gift auch in Silberwangen-Kugelfischen aus dem Mittelmeer nachgewiesen.
Bisse können schwere Wunden verursachen
Auch für Badende ist Vorsicht angesagt: Der Fisch besitzt kräftige, schnabelartige Zähne. Laut einem Bericht des britischen „Guardian“ warnte das griechische Rote Kreuz vor schweren Wunden und starken Blutungen nach Bissen. In Griechenland wurden sogar schwimmende Barrieren installiert, um Badegäste vor giftigen Kugelfischen und Quallen zu schützen.
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Die klare Warnung lautet deshalb: nicht anfassen. Nicht essen. Nicht selbst zubereiten. Kinder fernhalten. Wer gebissen wird, sollte die Wunde sofort reinigen und ärztliche Hilfe suchen. Der Fisch schadet zudem der Fischerei und den Lebensräumen im Mittelmeer.



