Der bislang heftigste Sturm des Jahres hat China erreicht: Taifun „Noul“ traf am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) auf das Festland nahe der Stadt Pinghai in der Provinz Guangdong, etwa 80 Kilometer nordöstlich von Hongkong. Das berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV.
Böen bis zu 162 km/h – Höchste Warnstufe
Die Böen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 162 Kilometern pro Stunde. Von CCTV veröffentlichte Aufnahmen zeigten peitschende Winde und heftige Regenfälle. Straßen waren mit Trümmern übersät. Die Behörden hatten zuvor im Süden der Volksrepublik mehr als 340.000 Menschen in Sicherheit gebracht und die höchste Taifunwarnstufe Rot ausgerufen.
Hongkong: Flüge annulliert und Verletzte
Auch in Hongkong wurde eine Taifunwarnung ausgesprochen. Am Flughafen der Stadt wurden am Sonntag mindestens 350 Flüge gestrichen. Die Regierung Hongkongs teilte mit, neun Menschen seien verletzt worden. Zudem habe sie über 100 Meldungen über umgestürzte Bäume erhalten. Die Hongkonger Wetterbehörde erklärte: „Noul zieht stetig ins Binnenland von Guangdong und schwächt sich nach und nach ab, aber Sturmböen treffen weiterhin viele Gebiete in Hongkong, mit gelegentlichen Orkanböen in höheren Lagen.“
Wetter zieht weiter ins Binnenland
CCTV zufolge wird der Taifun ins Binnenland weiterziehen und in den Provinzen Jiangxi, Hunan und Hubei starken Wind und Regen mit sich bringen. Die Niederschläge könnten bis Dienstag anhalten, auch in weiter nördlich gelegenen Provinzen wie Henan und Shandong.
Erst im Juli hatte Taifun „Maysak“ in China schwere Schäden verursacht: 39 Menschen starben in der Provinz Guangxi, elf in Hubei. Laut Forschern führt der menschengemachte Klimawandel zu häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen. (AFP)



