Dresdener Familie im Dachsteingebirge gerettet – Eltern und Kinder unterkühlt
Dresdener Familie im Dachsteingebirge gerettet

Eine Familie aus Dresden ist am Wochenende im österreichischen Dachsteingebirge in Bergnot geraten und von Rettungshubschraubern geborgen worden. Die Eltern, 35 Jahre alt, sowie ihre drei Kinder – zwei Töchter im Alter von drei und sechs Jahren und ein achtjähriger Sohn – hatten die Strapazen einer hochalpinen Wanderung auf den 2100 Meter hohen Krippenstein unterschätzt. Wie die Polizei mitteilte, waren alle fünf Wanderer zum Zeitpunkt der Rettung stark entkräftet und wiesen teilweise Unterkühlungserscheinungen auf.

Siebenstündige Wanderung endet im Notruf

Die Gruppe hatte ursprünglich geplant, den anspruchsvollen Wanderweg auf den Krippenstein zu bewältigen. Die Polizei berichtete, dass die Familie zwischenzeitlich die Orientierung verloren habe. Statt der erwarteten Wetterbesserung setzten starke Regenschauer und kräftiger Wind ein. Die Wanderer waren rund sieben Stunden unterwegs, als ihnen die Kräfte ausgingen. „Trotz der mitgeführten Regenbekleidung verließen die Familie nach rund sieben Stunden Wanderung die Kräfte“, teilte die Polizei weiter mit. Die Töchter hätten eindeutige Anzeichen einer Unterkühlung gezeigt, weshalb die Eltern einen Notruf absetzten.

Rettungshubschrauber bringen Familie ins Tal

Nach dem Notruf wurden zwei Rettungshubschrauber alarmiert. Die Besatzungen konnten die Familie aus der exponierten Lage am Berg befreien und sicher ins Tal bringen. Die Polizei betonte, dass die Rettung glimpflich verlief, obwohl die Situation kritisch war. Die Familie blieb unverletzt, musste aber aufgrund der Unterkühlung medizinisch versorgt werden. Der Einsatz zeigt einmal mehr, wie schnell eine Wanderung in den Alpen eskalieren kann, wenn Wetterbedingungen und die eigene Kondition falsch eingeschätzt werden.

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Häufige Fehler bei Alpenwanderungen

Bergretter weisen immer wieder darauf hin, dass hochalpine Wege selbst für erfahrene Wanderer eine Herausforderung darstellen. Die Dresdener Familie hatte nach Polizeiangaben keine schwerwiegenden Fehler gemacht, aber die Anforderungen eines 2100 Meter hohen Gipfels mit Kindern unterschätzt. Besonders bei plötzlichen Wetterumschwüngen kann Regen in Kombination mit Wind schnell zu Unterkühlung führen. Die Behörden empfehlen, Touren genau zu planen, Wetterberichte zu beachten und ausreichend warme Kleidung sowie Notfallausrüstung mitzuführen.

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