EU-Kommissar Dan Jørgensen: Europas Weg in die Unabhängigkeit führt über die Steckdose
EU-Kommissar: Europas Unabhängigkeit führt über die Steckdose

Europa kann ohne Energieunabhängigkeit nicht wirklich unabhängig sein, warnt EU-Energiekommissar Dan Jørgensen in einem Gastkommentar. Er fordert eine umfassende Elektrifizierungsrevolution, die auf erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und modernisierten Stromnetzen basiert.

Die aktuelle Krise als Weckruf

Jørgensen verweist auf die jüngsten Ereignisse entlang einer 33 Kilometer breiten Wasserstraße, die tausende Kilometer von Europa entfernt liegen. Diese hätten zu Einschränkungen geführt: „Wir können nicht zu angemessenen Preisen unser Zuhause heizen oder Lebensmittel kaufen.“ Die Abhängigkeit von externen Energiequellen sei eine unmittelbare Bedrohung der europäischen Freiheit.

Erste Anzeichen der Revolution

Der Kommissar sieht bereits positive Entwicklungen. Im ersten Quartal 2026 wurden EU-weit mehr als 500.000 Elektroautos zugelassen. Allein in Frankreich, Deutschland und Polen wurden im selben Zeitraum über 400.000 Haushaltswärmepumpen verkauft. „Die Menschen in Europa entscheiden sich für Strom. Und es ist nicht schwer nachzuvollziehen, warum sie dies tun“, so Jørgensen.

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Drei Säulen der Elektrifizierung

Um die Elektrifizierungsrevolution voranzutreiben, nennt Jørgensen drei zentrale Bereiche: den massiven Ausbau erneuerbarer Energien, die Speicherung von Strom in Batterien sowie die Modernisierung der Stromnetze. Nur so könne eine stabile und bezahlbare Energieversorgung gewährleistet werden.

„Jede echte Unabhängigkeitsbewegung geht vom Volk aus. Und dieses Mal ist das nicht anders“, betont der EU-Kommissar für Energie und Wohnungswesen. Die Bürger Europas hätten bereits begonnen, die Elektrifizierung voranzutreiben – nun müsse die Politik die Rahmenbedingungen schaffen.

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