EU-Reform: Entschädigung bei Flugverspätung wird einfacher
EU-Reform: Entschädigung bei Flugverspätung einfacher

EU-Länder geben grünes Licht für Reform der Fluggastrechte

Brüssel – Die EU-Länder haben am Dienstag in Brüssel final grünes Licht für eine Reform gegeben, die Reisenden bei verspäteten oder gestrichenen Flügen künftig leichter ihre Rechte geltend machen können. Die neuen Regelungen, die voraussichtlich ab Mitte 2027 verbindlich werden, sollen den Entschädigungsprozess vereinfachen und beschleunigen.

Was ändert sich für Fluggäste?

Bislang müssen betroffene Passagiere oft aufwendig ihre Ansprüche durchsetzen. Die Reform sieht vor, dass Fluggesellschaften bei Verspätungen ab drei Stunden oder Annullierungen automatisch eine Entschädigung von 250 bis 600 Euro zahlen müssen, ohne dass der Reisende selbst aktiv werden muss. Zudem werden die Nachweispflichten für Passagiere reduziert. „Die neuen Regeln nehmen die Bürger in die Pflicht, aber auch die Airlines“, erklärte ein Sprecher der EU-Kommission.

Hintergrund und Zeitplan

Die Reform ist Teil der EU-Verbraucherschutzinitiative „Fit for Future“. Nach der Zustimmung der Mitgliedstaaten folgt nun die formelle Annahme durch das Europäische Parlament. Die Umsetzungsfrist für die nationalen Regierungen beträgt 18 Monate, wobei die Regelungen ab Mitte 2027 für alle Flüge innerhalb der EU gelten. Betroffen sind sowohl EU-Airlines als auch außereuropäische Gesellschaften, die in der EU starten oder landen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram