EU startet Beitrittsverhandlungen mit Ukraine
Die Europäische Union hat am Abend in Luxemburg offiziell die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufgenommen. Vertreter beider Seiten begannen die Gespräche zum ersten Themenblock, wie ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
Auftakt in Luxemburg
Das Auftakttreffen fand in der luxemburgischen Hauptstadt statt. Es markiert den Beginn eines langwierigen Prozesses, in dem die Ukraine ihre Gesetze und Standards an die EU anpassen muss. Die Verhandlungen werden voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Der erste Themenblock umfasst grundlegende politische Kriterien wie Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und demokratische Institutionen. Weitere Themen wie Wirtschaft, Landwirtschaft und Justiz werden in späteren Runden behandelt.
Reaktionen aus der Politik
Die EU-Kommission zeigte sich optimistisch. Ein Sprecher betonte, dass die Ukraine bereits bedeutende Reformen durchgeführt habe. Die ukrainische Regierung begrüßte den Schritt als historisch. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „großen Tag für die Ukraine“.
Kritik kam hingegen von einigen EU-Mitgliedstaaten, die auf die Notwendigkeit weiterer Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung hinwiesen. Die Verhandlungen sollen transparent und ergebnisorientiert geführt werden.
Nächste Schritte
Die nächste Verhandlungsrunde ist für September geplant. Dann sollen konkrete Fortschritte in den ersten Kapiteln bewertet werden. Die EU hat klargestellt, dass der Beitrittsprozess leistungsorientiert ist und keine automatische Mitgliedschaft garantiert.
Die Ukraine hatte im Februar 2022 den Beitrittsantrag gestellt und im Juni 2022 den Kandidatenstatus erhalten. Seitdem arbeitet das Land intensiv an der Umsetzung der EU-Reformen.



