Macrons Vermächtnis: Nationalfeiertag als Bühne für Ukrainehilfe
Macrons Vermächtnis am Nationalfeiertag

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nutzt den heutigen Nationalfeiertag, den Quatorze Juillet, um ein Zeichen internationaler Solidarität mit der Ukraine zu setzen. Die traditionelle Militärparade wird von 500 Soldaten der sogenannten Koalition der Willigen eröffnet, einem Bündnis von Ukraine-Unterstützern unter Führung Frankreichs und Großbritanniens. Bereits gestern traf sich die Koalition in Paris, um über Raketenabwehr, gemeinsame Manöver und Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu beraten.

Macrons Bilanz: Durchwachsen, aber mit Weitblick

Macron bleiben nur noch wenige Monate im Amt. Seine zentralen Ziele – die Einigung Frankreichs und die Eindämmung der Rechtspopulisten – hat er nicht erreicht. Dennoch wird sein Einsatz für internationale Bündnisse als Vermächtnis bleiben. Die Koalition der Willigen steht jedoch vor Herausforderungen: Der britische Premier Keir Starmer ist nur noch geschäftsführend im Amt, in Polen bröckelt die Unterstützung, und in Frankreich könnte die Rechtspopulistin Marine Le Pen Macron 2027 ablösen. Macron hat den deutschen Kanzlerkandidaten Friedrich Merz zur Parade eingeladen.

Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flut: Ein Menetekel

Am 14. Juli 2021 verwüstete ein Jahrhunderthochwasser das Ahrtal. Innerhalb von 48 Stunden fielen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter, 135 Menschen starben. Der Name „Jahrhunderthochwasser“ sei irreführend, warnen Experten, denn der Klimawandel mache solche Extremereignisse häufiger. Heute reisen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) ins Ahrtal, um der Opfer zu gedenken. Die Autorin Lena Frings, selbst aus dem Ahrtal, beschreibt in einer Reportage, wie die Katastrophe die Region für immer verändert hat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Russland: Stimmungstief vor der Dumawahl

Deutschland und weitere EU-Länder machen Russland für Cyberangriffe auf staatliche Stellen verantwortlich. Der russische Botschafter wurde in Berlin einbestellt. Außenminister Johann Wadephul reist heute nach Norwegen, um über hybride Bedrohungen zu sprechen. Die Politikwissenschaftlerin Ekaterina Schulmann analysiert im Interview die Umfragewerte für Putins Partei vor der Dumawahl im September und spricht von einem Stimmungstief. An den Ergebnissen werde sich das aber nicht zeigen, da in einer Autokratie für entsprechende Ergebnisse gesorgt sei.

WM-Halbfinale: Rassismusdebatte um Spanien gegen Frankreich

Vor dem WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich sorgte der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy mit der Aussage für Empörung, im französischen Team befänden sich „gar keine Franzosen“. Der amtierende Ministerpräsident Pedro Sánchez konterte, dass manche Zugehörigkeit noch immer über Nachnamen, Geburtsort oder Hautfarbe definierten. Andere definierten sie über Verbundenheit und Einsatz für ein Land. Das Spiel findet heute in Dallas statt.

Weitere Nachrichten der Nacht

Die US-Armee hat erneut iranische Ziele attackiert, während die Emirate den Beschuss von Öltankern melden. US-Präsident Trump informierte den Kongress offiziell über die Wiederaufnahme des Irankriegs. Die Schwester des verstorbenen US-Senators Lindsey Graham übernimmt dessen Amt, obwohl sie politisch kaum aktiv war. Macron kündigte an, die multinationale Schutztruppe für die Ukraine bereits vor einem Waffenstillstand zu Manövern zu versammeln.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration