Porto Santo: Die goldene Insel im Atlantik, die kaum jemand kennt
Porto Santo: Die goldene Insel im Atlantik

Die portugiesische Insel Porto Santo, oft als „kleine Schwester“ Madeiras bezeichnet, wird von Expedia in der neuen „Island Hot List“ als zweitunterschätzteste Insel der Welt geführt – nur hinter der Karibikinsel St. Lucia. Der Reiseanbieter hebt damit einen Geheimtipp Europas hervor, der sich durch seine einzigartige Landschaft und einen kilometerlangen Sandstrand auszeichnet.

Goldener Strand und heilender Sand

Porto Santo trägt den Beinamen „Ilha Dourada“ – die goldene Insel. Bei Sonneneinstrahlung leuchten die kahlen Felsen in Gelbgold. Das Herzstück der Insel ist der Strand Campo de Baixo an der Südküste: neun Kilometer lang und bis zu 50 Meter breit. Der Atlantik schimmert azurblau und erreicht im Hochsommer Wassertemperaturen von etwa 24 Grad Celsius.

Der Sand von Porto Santo hat nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern der Universitäten Aveiro (Portugal) und Oslo eine besondere Zusammensetzung: Er ist reich an Kalzium, Magnesium, Strontium, Phosphor und Schwefel. Laut TRAVELBOOK soll diese Mischung Beschwerden bei rheumatischen Gelenk-, Muskel- und Hauterkrankungen lindern.

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Ruhe statt Massentourismus

Anders als Madeira mit seinem dichten Grün prägen auf Porto Santo kahle Felsen und eine karge Landschaft das Bild. Die Insel setzt auf Ruhe: Gebäude dürfen nicht höher als drei Stockwerke sein, große Hotelburgen sucht man vergeblich. Früher drehten sich rund 40 Getreidemühlen auf der Insel, heute sind nur noch wenige erhalten. Drei Windmühlen stehen am Aussichtspunkt Portela und erinnern an vergangene Zeiten.

Christoph Kolumbus und die Hauptstadt Vila Baleira

Die meisten der rund 5500 Einwohner leben im Hauptort Vila Baleira. Dort erinnert vieles an den berühmtesten Bewohner: Christoph Kolumbus. Der Genueser Seefahrer heiratete 1479 Dona Filipa de Perestrelo e Moniz, die Tochter des Inselgouverneurs. Hinter der Pfarrkirche Nossa Senhora da Piedade steht ein Haus aus dem 15. Jahrhundert, in dem Kolumbus gewohnt haben soll – gesichert ist das nicht. Heute beherbergt das Gebäude das Kolumbus-Museum.

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