Sterbehilfe-CEO Bernhard Sutter stirbt beim Fuji-Aufstieg
Sterbehilfe-CEO stirbt beim Fuji-Aufstieg

Bernhard Sutter, der 58-jährige Geschäftsführer der Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit, ist während eines Familienurlaubs in Japan beim Besteigen des Fuji gestorben. Sutter erlitt in Begleitung seines Sohnes auf halber Strecke in rund 3000 Metern Höhe einen Schwächeanfall, der letztlich zu seinem Tod führte. Die Nachricht wurde von Exit auf der eigenen Homepage bestätigt.

Der tragische Unfall am Fuji

Vater und Sohn waren aus Zürich nach Honshū gereist, um Japans höchsten Berg zu bezwingen. Sie wählten die kürzeste, aber auch steilste Route auf den 3776 Meter hohen Vulkan, der seit 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Laut übereinstimmenden japanischen Medienberichten, unter anderem der „The Japan Times“, kamen die beiden zunächst gut voran. Doch auf halber Strecke in 3000 Metern Höhe klagte Sutter plötzlich über akute gesundheitliche Probleme. Er schaffte es noch, eine Berghütte auf 3010 Metern zu erreichen, wo er zusammenbrach. Die Atmung setzte aus, Sutter verlor das Bewusstsein.

Wiederbelebung und Tod im Krankenhaus

Das Hüttenpersonal konnte Sutter mithilfe eines Defibrillators kurz wiederbeleben. Die Bergwacht brachte ihn mit einem Kettenfahrzeug ins Tal und von dort in ein Krankenhaus. Laut der Schweizer Zeitung „Blick“ starb Sutter kurz darauf im Krankenhaus. Die genaue Todesursache wurde nicht offiziell genannt, jedoch wird ein Herz-Kreislauf-Versagen vermutet.

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Exits Bestätigung und Sutters Werdegang

Exit veröffentlichte auf seiner Homepage eine Mitteilung, in der der Tod des Geschäftsführers „während seiner Familienferien“ bestätigt wurde. Die Organisation sprach den Angehörigen „tief empfundenes Beileid“ aus. Bernhard Sutter hatte eine bemerkenswerte Karriere hinter sich: Er arbeitete zunächst als Journalist und Buchautor, bevor er 2007 zu Exit wechselte. Ein Jahr später übernahm er den Vizevorsitz und die Leitung der Kommunikationsabteilung. 2015 wurde er Geschäftsführer des in der deutschsprachigen Schweiz tätigen Vereins.

Exits Arbeit und Statistik

Bei Exit begleiten ausgebildete Mitarbeiter Vereinsmitglieder auf ihrem freiwilligen Weg in den Tod. Die Hilfe wird erst nach strengen Prüfungen erteilt. Im Jahr 2025 assistierte Exit eigenen Angaben zufolge 1421 Sterbewilligen beim Suizid. Jährlich erreichen den Verein etwa 3500 Anfragen auf assistierte Sterbehilfe. Sutters Tod kommt für die Organisation zu einem Zeitpunkt, an dem sie weiterhin eine zentrale Rolle in der Schweizer Debatte um Sterbehilfe spielt.

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