Waldbrand in Südfrankreich: Hunderte fliehen vor Flammenwalze
Waldbrand in Südfrankreich: Hunderte fliehen

Ein Waldbrand im Süden Frankreichs hat Hunderte Menschen in die Flucht getrieben. Im Département Var, nahe der Ortschaft Cotignac, wütet ein Feuer, das sich mit enormer Geschwindigkeit ausbreitet. Fast 1000 Feuerwehrleute sind im Einsatz, unterstützt von acht Löschflugzeugen. Dennoch konnten die Flammen bisher nicht gestoppt werden. Bereits 1700 Hektar Land sind verbrannt, rund 400 Menschen mussten ihre Häuser in großer Eile verlassen.

Präfekt warnt vor unberechenbarer Geschwindigkeit

Der Präfekt des Départements Var, Simon Babre, äußerte sich besorgt über die Dynamik des Feuers: „Das Feuer bewegt sich mit sehr hoher Geschwindigkeit den Berg Gros Bessillon hinab. Die Geschwindigkeit war so absolut nicht vorhersehbar.“ Drei Ortschaften seien von den Flammen bedroht, darunter auch Cotignac. Die Einsatzkräfte arbeiten unter Hochdruck, um die Ausbreitung einzudämmen.

Rekordjahr für Waldbrände in Frankreich

Frankreich erlebt in diesem Jahr eine besonders verheerende Waldbrandsaison. Laut Behörden sind zwischen Januar und Mitte Juli bereits mehr als 42.000 Hektar Land verbrannt – ein trauriger Rekord, der den bisherigen Höchststand von 2022 übertrifft. In den vergangenen Wochen kam es zu einer Reihe von Großbränden, darunter auch im Wald von Fontainebleau, der als „grüne Lunge“ von Paris gilt.

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Brandstiftung im Wald von Fontainebleau

Im Wald von Fontainebleau hatte ein Feuer gewütet, das auf Brandstiftung zurückgeht. Ein Mitglied der freiwilligen Feuerwehr gestand, mit einem Feuerzeug und Benzin Reisig angezündet zu haben. Staatsanwältin Diane Ngomsik bestätigte die Festnahme des Mannes. Insgesamt seien sechs Verdächtige in Polizeigewahrsam genommen worden. Ein weiterer Verdächtiger räumte ein, versehentlich ein Feuer durch eine weggeworfene Zigarettenkippe verursacht zu haben. Der Wald von Fontainebleau ist ein beliebtes Naherholungsziel für Pariser, doch viele ignorieren die Verbote zum Zelten und Grillen.

Extreme Trockenheit begünstigt Brände

Die ausgetrocknete Vegetation in Südfrankreich begünstigt die rasche Ausbreitung der Feuer. In Spanien, Frankreich und sogar in Großbritannien haben Flammen Tausende Hektar Land zerstört. Auch in Deutschland brennt es. Experten warnen, dass drei Faktoren das Ausmaß der Feuer verschlimmern: anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde.

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