Rückgang der Asylanträge im Mai 2026
Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland ist im Mai 2026 weiter gesunken. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat lediglich 5.556 Erstanträge gestellt. Dies ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2020, als die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen zu einem historischen Tiefstand führten.
Deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr
Im Vergleich zum Mai 2025 sank die Zahl der Erstanträge um rund 30 Prozent. Bereits im April 2026 war mit 6.144 Anträgen ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Entwicklung setzt damit den Trend der vergangenen Monate fort.
Innenminister Dobrindt zeigt sich zufrieden
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet die Zahlen als Erfolg der schwarz-roten Bundesregierung. Er erklärte: „Die Migrationswende setzt sich fort.“ Ziel der Regierung bleibe es, „die Migration wirksam zu ordnen und die Belastungen weiter zu reduzieren“. Migrationsforscher hingegen führen den Rückgang eher auf die Situation in den Herkunftsländern wie Syrien sowie in Transitstaaten wie dem Iran oder der Türkei zurück.
Das Bamf ist für die Durchführung der Asylverfahren zuständig. Die aktuellen Zahlen könnten auch Auswirkungen auf die politische Debatte um die Flüchtlingspolitik haben.



