Massenankunft von Migranten auf Kreta
In nur zwei Tagen hat die griechische Küstenwache südlich von Kreta und der vorgelagerten Insel Gavdos fast 550 Migranten aufgegriffen oder aus Seenot gerettet. Die Behörden meldeten mehrere Einsätze, bei denen Boote mit Migranten aus Libyen entdeckt wurden.
Großaktion am Dienstag
Der größte Einsatz fand am Dienstag statt, als 192 Menschen, darunter 42 Minderjährige, von einem Fischerboot gerettet wurden. Die Geretteten gaben an, von der libyschen Küste gestartet zu sein und jeweils rund 3.000 US-Dollar an Schlepper gezahlt zu haben. Die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer ist für viele die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa.
Route von Libyen nach Kreta wird beliebter
Die etwa 300 Kilometer lange Route von Libyen nach Kreta wird von Schlepperbanden zunehmend genutzt. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris erklärte kürzlich, dass in Libyen derzeit mehr als eine halbe Million Menschen auf eine Gelegenheit zur Weiterreise nach Europa warten. Diese Entwicklung stellt die griechischen Behörden vor große Herausforderungen.
Neue EU-Asylregeln verabschiedet
Das griechische Parlament ratifizierte am Dienstagabend die neuen Migrations- und Asylregeln der EU. Das Gesetz tritt am 12. Juni in Kraft und sieht unter anderem geschlossene Aufnahmezentren in Drittstaaten vor. Minister Plevris sagte, man sei bereits mit zwei afrikanischen Staaten im Gespräch über die Umsetzung dieser Zentren. Die neuen Regeln sollen die Migration besser steuern und die Außengrenzen der EU schützen.



