Nigeria hat die Evakuierung von fast 1500 seiner Bürger aus Südafrika nach einer Reihe fremdenfeindlicher Angriffe abgeschlossen. Insgesamt seien 1490 Menschen auf eigenen Wunsch ausgeflogen worden, teilte das nigerianische Außenministerium am Donnerstag mit. Der letzte von fünf Evakuierungsflügen mit 305 Rückkehrern sei am 15. Juli in Lagos gelandet.
Fremdenfeindliche Übergriffe in Südafrika
Trotz enger bilateraler Beziehungen zu Südafrika sei die Haltung Nigerias klar, sagte ein Sprecher: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt gegen seine Bürger seien inakzeptabel. Hintergrund sind wiederholte gewaltsame Übergriffe auf Ausländer in Südafrika. Nigeria hatte den Tod von zwei seiner Staatsbürger beklagt, von denen einer bei einem Polizeiverhör ums Leben gekommen sein soll. Die Regierung in Abuja drohte daraufhin mit nicht näher bezeichneten Maßnahmen, sollten die Angriffe anhalten.
Welle der Gewalt gegen Einwanderer
In den vergangenen Monaten hatten selbsternannte Ordnungshüter immer wieder ausländische Staatsangehörige angegriffen und deren Geschäfte geplündert. Viele Südafrikaner machen Einwanderer für Probleme wie Kriminalität und Arbeitslosigkeit verantwortlich. Auch andere afrikanische Staaten wie Mosambik und Ghana meldeten, dass eigene Staatsangehörige bei den Unruhen getötet wurden.



