Senegal-Fans trotz WM-Ausschluss in Harlem vereint
Senegal-Fans trotz WM-Ausschluss in Harlem vereint

Abgeschottete WM im Land der Freiheit

Die Fifa versprach unter Präsident Gianni Infantino: „Die Welt ist willkommen.“ Doch die Realität sieht anders aus. Fans aus Haiti, Iran, Senegal und der Elfenbeinküste bleiben ausgesperrt. In „Little Senegal“ in Harlem feiert die Diaspora trotzdem. Ein Ortsbesuch von Helena Wittlich.

Kein Durchgang. Nur Busse dürfen passieren, selbst Fußgänger weisen die Polizisten an den Gittern ab, die am U-Bahn-Ausgang die 116. Straße in Harlem versperren. Wer an diesem Dienstag nach „Little Senegal“ zum Spiel der Nationalmannschaft gegen Frankreich wollte, musste früh dran sein. Beim letzten großen Senegal-Spiel hätten Fans die Straße gestürmt, sagt ein Beamter.

Feiern trotz Ausschluss

Trotz der Abschottung versammelten sich Hunderte in den Straßen, um ihr Team zu unterstützen. Die Stimmung war ausgelassen, aber auch von Frustration geprägt. Viele in der Diaspora fühlen sich von der Fifa im Stich gelassen. „Wir sind hier, aber unsere Brüder und Schwestern zu Hause können nicht kommen“, sagte ein Fan.

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Die Visumspolitik der USA und die strengen Einreisebestimmungen machen es vielen afrikanischen Fans nahezu unmöglich, die WM live zu erleben. Infantinos Versprechen der Offenheit wirkt wie ein Hohn. Dennoch zeigte die Gemeinschaft in Harlem Zusammenhalt und feierte den Fußball als verbindendes Element.

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