Ein neuer Podcast des SPIEGEL und STANDARD mit dem Titel „Inside Austria“ widmet sich der Frage, warum die NSDAP in Österreich bereits lange vor dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich im Jahr 1938 zu einer Massenbewegung wurde. Der Historiker und Autor Kurt Bauer liefert in der aktuellen Folge historische Einblicke.
Der Opfermythos und seine Widerlegung
Nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich in Österreich der Mythos, das Land sei das „erste Opfer“ Hitlers gewesen. Tatsächlich wurde Hitler jedoch 1938 von jubelnden Menschenmengen in Wien empfangen, und viele Österreicher beteiligten sich aktiv an den Verbrechen der Nazis. Die NSDAP war in Österreich gemessen an der Bevölkerungszahl ähnlich stark wie in Deutschland: Etwa zehn Prozent der Bevölkerung waren Mitglied.
Frühe Entwicklung der österreichischen NSDAP
Schon vor 1938 entwickelte sich die österreichische NSDAP von einer Splittergruppe zur Massenbewegung. Selbst das Verbot der Partei im autoritären Austrofaschismus zwischen 1933 und 1938 stoppte den Zustrom nicht. Der Podcast untersucht die Anfänge des Nationalsozialismus in Österreich, Terroranschläge während des Austrofaschismus und die Bedeutung der Parteimitgliedsnummer für die Gesinnung der Mitglieder.
Historische Aufarbeitung und aktuelle Relevanz
Der Podcast „Inside Austria“ erscheint wöchentlich und beleuchtet große und kleine Skandale in Österreich. Die Redaktionen von SPIEGEL und STANDARD rekonstruieren politische Abgründe und Ereignisse, die das Land bewegen. Hörer können den Podcast in allen gängigen Podcast-Apps kostenlos abonnieren.



