Wegen der extremen Hitzewelle in Frankreich haben zwei der bekanntesten Pariser Sehenswürdigkeiten ihre Öffnungszeiten verkürzt. Am Samstag wurden ab Mittag keine neuen Besucher mehr auf den Eiffelturm gelassen, um 16 Uhr schloss das Monument komplett. Ob diese Regelung in den kommenden Tagen fortgesetzt wird, stand zunächst nicht fest. Der Louvre schließt von Mittwoch bis Samstag bereits um 16 Uhr statt wie üblich um 18 Uhr. Das Museum begründete dies mit der unzureichenden Anpassung des historischen Gebäudes an den Klimawandel; gegen Ende des Tages staue sich die Hitze in manchen Bereichen an.
Mont-Saint-Michel rät von Besuch ab
Auch der Mont-Saint-Michel in der Normandie empfahl Touristen, ihren Besuch wegen der Hitze zu verschieben, wie France Info berichtete. In den engen Gassen der Felseninsel herrschten Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius, was die Bedingungen für Besucher erschwerte. Vor Ort wurden zusätzliche Kräfte des Roten Kreuzes und des Zivilschutzes eingesetzt, um Touristen mit gesundheitlichen Problemen zu helfen.
Hitzewarnung auf höchster Stufe
Der Wetterdienst Météo France verschärfte seine Hitzewarnung am Nachmittag erneut. Für Mittwoch gilt in 58 Departements die höchste Warnstufe Rot und in 31 Departements die Warnstufe Orange. Damit ist nahezu das gesamte Land von der Hitzewelle betroffen.
Abkühlung in der Seine
Trotz der Hitze bietet Paris auch Abkühlung: Seit diesem Wochenende ist das Schwimmen in drei Freibädern in der Seine wieder erlaubt. Die Bäder sind bis zum 30. August geöffnet. Bereits im vergangenen Sommer nutzten rund 100.000 Badegäste die Gelegenheit, in dem Fluss zu schwimmen. Eines der Bäder befindet sich in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms, eines nahe der Kathedrale Notre-Dame und eines in der Nähe der Nationalbibliothek.
Debatte über Klimaanlagen
Die Rekordhitze hat in Frankreich zudem eine neue Debatte über Klimaanlagen ausgelöst. Die Diskussion dreht sich um die Frage, wie die Franzosen ihre Prioritäten im Umgang mit extremen Temperaturen setzen.



