Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham hat eine 20-prozentige Reduzierung der Gewerbesteuer für Pubs, Clubs und Veranstaltungsorte für Livemusik in England angekündigt. Die Maßnahme soll ab April 2027 gelten und rund 32.000 Unternehmen entlasten, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsschätzungen berichtet. Ein durchschnittliches Pub spare dadurch etwa 1100 Pfund (rund 1290 Euro) pro Jahr. Die Kosten für den Staatshaushalt belaufen sich auf rund 100 Millionen Pfund (etwa 117 Millionen Euro) jährlich.
Kneipen als Herz der Gemeinschaften
Burnham erklärte laut einer Mitteilung: „Pubs und Einkaufsmeilen sind das pulsierende Herz unserer Gemeinschaften. Ich habe versprochen, sie zu schützen, und das ist, was ich tun werde.“ Er fügte hinzu: „Was wir heute ankündigen, ist nur der Anfang in dem Unterfangen, dem ganzen Land Hoffnung zurückzugeben.“
Weitere Entlastungen angekündigt
Burnham, der erst am Montag von König Charles III. zum Premierminister ernannt wurde, hat seitdem mehrere Erleichterungen für die Bevölkerung angekündigt. Dazu gehören die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Energierechnungen von Privathaushalten, die am 1. Oktober in Kraft treten soll, sowie eine Preisobergrenze für Bustickets in England. Mit diesen Maßnahmen will der neue Regierungschef die Lebenshaltungskosten senken und nach einem Machtkampf innerhalb der Labour-Partei wieder an Zustimmung gewinnen. Labour hatte unter Burnhams Vorgänger Keir Starmer die letzten Wahlen mit großer Mehrheit gewonnen, seither aber dramatisch an Popularität eingebüßt.



