Waldbrand in Andalusien fordert mindestens zwölf Todesopfer
Bei einem Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Notdienst der Region Andalusien in der Nacht zu Freitag auf der Plattform X mit. Einige der Opfer wurden demnach in Fahrzeugen aufgefunden. Der Brand war am Nachmittag in der rund 300 Kilometer nordöstlich von Málaga gelegenen Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen, wie die Regionalregierung mitteilte.
Regionalpräsident bestätigt 19 Vermisste
Am Morgen sagte Andalusiens Regionalpräsident Juan Manuel Moreno Bonilla im Radiosender Cadena Cope, mindestens 19 Personen würden noch vermisst. Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer „beispiellosen Tragödie“ – es sei der Waldbrand „mit den bislang schwersten Folgen“ in Andalusien. „Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen.“
Einsatzkräfte und Evakuierungen
Nach Angaben des Ministers sind derzeit rund 150 Feuerwehrleute mit fünf Löschfahrzeugen sowie weitere Rettungskräfte in Los Gallardos im Einsatz. Die Bewohner mehrerer Ortschaften seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez brachte auf der Plattform X seine „große Trauer und Bestürzung angesichts der schrecklichen Folgen des Brandes“ zum Ausdruck.
Hintergrund: Zahlreiche Waldbrände in Spanien
In Spanien wütet derzeit eine ganze Reihe von Waldbränden. Seit Jahresbeginn haben dort großflächige Feuer bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen. Hitzewellen im Mai und Juni haben weite Landstriche in Westeuropa ausgetrocknet und sie in diesem Jahr besonders anfällig für Waldbrände gemacht.
Klimawandel begünstigt Brände
Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) erwärmt sich Europa mehr als doppelt so schnell wie der weltweite Durchschnitt, was anhaltende Hitzeperioden immer wahrscheinlicher macht. Erst Anfang der Woche hatte ein außer Kontrolle geratener Waldbrand in Südfrankreich nahe der spanischen Grenze die Evakuierung von mehr als 10.000 Menschen aus zahlreichen Ortschaften erzwungen.



