Heiße Tage und Tropennächte: In Friedrichshain-Kreuzberg wird der Klimawandel bereits jetzt spürbar. Während alle über die globale Erwärmung reden, erleben die Bewohner dieses Berliner Bezirks die Auswirkungen hautnah. Besonders betroffen sind bestimmte Orte, die sich zu regelrechten Hitzehölle entwickeln. Berliner sollten um diese Plätze einen großen Bogen machen, wie ein Bericht von Bezirksreporter Patrick Goldstein vom 17. Juni 2026 zeigt.
Klima-Hotspots im Bezirk
Die Analyse identifiziert mehrere Zonen in Friedrichshain-Kreuzberg, die sich durch extreme Hitze auszeichnen. Dazu zählen stark versiegelte Flächen, enge Straßenschluchten und Plätze mit wenig Grün. Das Kottbusser Tor, auch bekannt als „Kotti“, sticht dabei besonders hervor. Hier heizen sich die Gebäude und der Asphalt tagsüber enorm auf, und die Wärme wird auch nachts nicht abgegeben – typische Tropennächte entstehen.
Warum gerade diese Gegend?
Die dichte Bebauung und der Mangel an Bäumen und Wasserflächen verstärken den sogenannten urbanen Wärmeinseleffekt. In Friedrichshain-Kreuzberg kommen zudem viele alte Gebäude mit schlechter Dämmung hinzu, die die Hitze speichern. Die Folge: Die Temperaturen liegen hier oft mehrere Grad höher als im Umland. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen.
Empfehlungen für Anwohner
Experten raten, während Hitzewellen kühle Orte aufzusuchen, ausreichend zu trinken und körperliche Anstrengung zu vermeiden. Die Bezirksverwaltung plant zudem Maßnahmen wie mehr Grünflächen, entsiegelte Plätze und Trinkbrunnen, um die Hitzebelastung zu reduzieren. Bis dahin bleibt der Tipp: Meiden Sie die Hotspots wie das Kottbusser Tor und suchen Sie Schatten in Parks oder Innenhöfen.



