Eine extreme Hitzewelle rollt auf Deutschland zu. Schon zur Wochenmitte könnten die Temperaturen im Süden und Südwesten die 40-Grad-Marke knacken. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt gegenüber BILD: „Ein mächtiges Blockadehoch baut sich über Mitteleuropa auf. Das saugt glühend heiße Luft aus Südwesten heran – dieselbe Hitzeglocke, die aktuell über Spanien und Frankreich steht. Der Motor für die nächste große Hitzewelle läuft an.“
Hitze am Dienstag und Mittwoch
Am Montag liegen die Temperaturen noch bei angenehmen 20 bis 28 Grad. Regen oder Gewitter sind nicht zu erwarten. Ab Dienstag steigen die Temperaturen täglich deutlich an. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) erreichen die Werte am Dienstag im Norden 24 Grad, in der Mitte 31 Grad und im Süden 30 Grad. Am Mittwoch erfasst die Hitze auch den Norden mit 31 Grad, während in Mitteldeutschland 37 Grad und im Süden 34 Grad gemessen werden.
40-Grad-Marke in Sicht
Klimatologe Dr. Karsten Brandt warnt: „Im Süden und Südwesten können die Temperaturen am Mittwoch und Donnerstag bereits das erste Mal auf 40 bis 42 Grad klettern.“ Diese extremen Temperaturen sollen bis zum Wochenende anhalten. Die Prognose für den 5. August zeigt Deutschland als Backofen, so eine Karte von MetMaps.
Unwetter- und Waldbrandgefahr
Wann die Hitze genau verschwindet, hängt von einem Tief zwischen Island, England und Skandinavien ab. Jung erklärt: „Trödelt es, brennt die Hitze bis in die erste Augustwoche durch. Zieht es zügig heran, kippt der Norden schon zum 1. August in kühlere Luft, während der Süden weiter schwitzt.“ Ab dem 1. August dreht der Wind auf Südwest – dann drohen kräftige, teils unwetterartige Gewitter mit Sturzflut- und Blitzgefahr. Die Waldbrandgefahr bleibt auf Alarmstufe.
Tipps für die heißen Tage
Die Wetterexperten empfehlen: „Die tropischen Nächte sind das eigentliche Problem: Spätabends und frühmorgens lüften, tagsüber Rollläden runter. Viel trinken, Mittagshitze meiden, anstrengende Tätigkeiten in den frühen Morgen verlegen. Ältere, Kleinkinder und Haustiere im Blick behalten. Kein offenes Feuer oder Zigarettenkippen in der Natur, da Wald und Feld pulvertrocken sind.“



