Eine Leserin äußert sich besorgt über die geplanten Bauvorhaben auf dem Tempelhofer Feld. Sie kritisiert, dass der Wert dieses einzigartigen Stadtraums für weniger wohlhabende Berlinerinnen und Berliner in den Debatten oft übersehen wird.
Die Bedeutung des Tempelhofer Feldes
Das Tempelhofer Feld bietet eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten, die kostenlos und für alle zugänglich sind. Ob Laufen, Radfahren, Gymnastik, Kricket, Basketball, Boule, Boßeln, Tanzen, Skaten, Windsurfen, Theater, Gärtnern, Imkern, Musizieren, Grillen, Hochseilbalancieren, Biergarten, Konzerte oder Drachensteigenlassen – hier findet jeder etwas. Auch Ruhe, Lesen und Träumen im Schatten der hohen Bäume entlang des etwa zwei Kilometer langen Südrandstreifens sind möglich.
Folgen einer Bebauung
Eine Bebauung würde diesen schattenspendenden Randstreifen zerstören und versiegeln. Dies hätte einen Temperaturanstieg auf dem Feld und in der Umgebung zur Folge, was die Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen würde. Zudem würde der Frischluftstrom unterbrochen, der derzeit die im Urstromtal liegende Innenstadt um einige Grade abkühlt.
Besonders betroffen wären auch die unter Artenschutz stehenden Feldlerchen und Turmfalken. Diese Tiere wären durch die Bebauung erneut gefährdet. Dies habe nichts mit klimagerechtem Bauen zu tun, so die Leserin.
Wohnungen für Privilegierte?
Die Leserin fragt, wer sich hier ein Denkmal setzen wolle, auf Kosten der Bevölkerung. Selbst Genossenschaftswohnungen seien heute kaum unter 50.000 Euro zu haben. Sie appelliert an alle Beteiligten, das Tempelhofer Feld zu 100 Prozent zu erhalten. Es gebe noch genügend Brachflächen in Berlin, auf denen Architekten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen könnten, bevor sie dieses einzigartige Gelände für sich beanspruchen.



