Genf. Die Weltwetterorganisation (WMO) hat wegen des Klimaphänomens El Nino vor Hitzewellen und anderen extremen Wetterlagen in den kommenden Monaten gewarnt. Die UN-Behörde prognostizierte für die Monate Juni bis August überdurchschnittliche Temperaturen in den meisten Teilen der Welt und geht davon aus, dass es zu einem moderaten bis starken El-Nino-Ereignis kommen könnte, das bis November anhalten dürfte.
WMO-Generalsekretärin ruft zur Vorbereitung auf
„Wir müssen uns auf ein potenziell starkes El-Nino-Ereignis vorbereiten, das Dürren und schwere Regenfälle verschärfen und das Risiko von Hitzewellen an Land und im Meer erhöhen wird“, sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. Das vorherige El-Nino-Ereignis habe dazu beigetragen, dass 2024 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war.
Was ist El Nino?
El Nino ist eine periodische Erwärmung der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen Pazifik. Die WMO begründete ihre Prognose mit einem raschen Anstieg der Wassertemperaturen seit Ende April. Das Phänomen ist dafür bekannt, das regionale Klima zu stören. Es kann zu mehr Regen in Südamerika und Teilen Afrikas und Asiens führen, während es in Australien, Indonesien und Mittelamerika Dürren auslösen kann.
Auswirkungen auf das globale Klima
Experten warnen, dass ein starker El Nino weltweit zu Wetterextremen führen könnte. Dazu gehören unter anderem Überschwemmungen in einigen Regionen und Dürren in anderen. Die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und die Gesundheit der Bevölkerung könnten stark betroffen sein. Die WMO ruft Regierungen und Organisationen dazu auf, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die Risiken zu minimieren.
Bereits jetzt zeichnen sich in einigen Teilen der Welt ungewöhnliche Wetterphänomene ab. In Südamerika wurden vermehrt Regenfälle verzeichnet, während in Australien erste Anzeichen von Trockenheit sichtbar werden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie stark das El-Nino-Ereignis tatsächlich ausfällt und welche konkreten Auswirkungen es auf die verschiedenen Regionen haben wird.



