Die verheerenden Waldbrände in Griechenland haben sich weiter ausgebreitet und sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Zehntausende Hektar Land westlich von Athen sind bereits verbrannt, und die Feuer näherten sich der Hauptstadt bis auf 50 Kilometer. Bei einem tragischen Zwischenfall kollidierten am Sonntag zwei Löschhubschrauber im Einsatz, wobei zwei Menschen ums Leben kamen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer durch die Brände auf insgesamt fünf.
Einsatzkräfte im Dauereinsatz, aber überfordert
Starke Winde fachten die Feuer über das Wochenende immer wieder an, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Hunderte Einsatzkräfte sind weiterhin im Dauereinsatz, darunter auch viele Freiwillige. Dimitris Katerinitisas von der Freiwilligen Feuerwehr berichtet: „Wir bekämpfen die Brände so gut es geht, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, und fahren dorthin, wohin sie uns schicken. Was ich sehe, ist, dass es nur sehr wenige Flugzeuge und Hubschrauber gibt. Es ist ein riesiges Gebiet abgebrannt.“
Die Bewohner der betroffenen Gebiete sind verzweifelt. In manchen Orten ging die Polizei von Tür zu Tür, um die Menschen zur Evakuierung aufzufordern. Soultana Loukidou, eine Anwohnerin, sagt: „Es spielt keine Rolle, dass mein Haus nicht abgebrannt ist. Die Häuser meiner Nachbarn sind es. Das ist dasselbe.“ Ihr Nachbar Giorgos Mavroidis ergänzt: „Es ist äußerst traurig. Der Wind ist sehr stark und wechselt ständig die Richtung. Es ist schwer, damit fertig zu werden. Selbst die ausgebildeten und erfahrenen Feuerwehrleute können das Feuer nicht eindämmen – wie sollen wir das dann schaffen?“
Kollision der Löschhubschrauber fordert Todesopfer
Am Sonntag kam es zu einem schweren Unglück: Zwei Löschhubschrauber stießen während des Löscheinsatzes zusammen. Zwei Personen kamen dabei ums Leben. Dieser Vorfall verdeutlicht die extreme Gefahr, der die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Die genauen Umstände der Kollision sind noch unklar, die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen.
Die Brände haben bereits eine Fläche von mehreren zehntausend Hektar zerstört. Die wirtschaftlichen und ökologischen Schäden sind enorm. Die griechische Regierung steht unter Druck, die Feuer unter Kontrolle zu bringen, doch die Wetterbedingungen machen dies äußerst schwierig.
Wetterbesserung in Sicht, aber Gefahr bleibt
Für den Anfang der Woche sagen Meteorologen schwächere Winde voraus, was den Einsatzkräften etwas Hoffnung gibt. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Die Feuerwehr konzentriert sich derzeit darauf, die Brände an den Flanken einzudämmen, um eine weitere Ausbreitung in Richtung Athen zu verhindern.
Die griechischen Behörden rufen die Bevölkerung weiterhin zur Wachsamkeit auf und bitten um Unterstützung aus dem Ausland. Mehrere EU-Staaten haben bereits Hilfe angeboten, darunter Löschflugzeuge und Spezialisten. Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um die verheerenden Brände endlich unter Kontrolle zu bringen.



