Wegen eines Waldbrands im Südwesten von Madrid sind am Mittwoch mehrere Gemeinden in der spanischen Hauptstadtregion evakuiert worden. Aufgrund des Brandes in der Gemeinde Almorox seien die Gemeinden Encinar del Alberche, Ribera del Alberche und Rincón del Alberche evakuiert und die Gemeinde Villa del Prado unter Ausgangssperre gestellt worden, teilte der spanische Rettungsdienst am Abend im Onlinedienst X mit.
Brände in ganz Spanien
Almorox liegt in der Region Kastilien-La Mancha, etwa 70 Kilometer südwestlich von Madrid. Der spanischen Guardia Civil zufolge wurden mehrere Verkehrsachsen gesperrt. Die Behörden forderten die Anwohner auf, „bei Fahrten äußerste Vorsicht walten zu lassen, da die Sicht durch den Rauch stark eingeschränkt ist“. Der Zivilschutz rief Anwohner mit Atemwegserkrankungen zudem auf, nachts die Fenster zu schließen, um die Belastung zu verringern.
In den vergangenen Tagen sind in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Der größte Waldbrand befindet sich auf der anderen Seite Madrids in der Provinz Guadalajara, etwa hundert Kilometer nördlich der Hauptstadt. Er hat seit vergangenem Donnerstag 32.000 Hektar Land verwüstet. Insgesamt sind seit dem 1. Januar in Spanien bereits fast 125.000 Hektar verbrannt, wie aus der europäischen Datenbank zu Waldbränden (Effis) hervorgeht.
12.000 Menschen aus Touristenregion evakuiert
Auch das Nachbarland Frankreich kämpft derzeit mit Bränden. Ein Feuer in der Nähe von Bordeaux machte die Evakuierung von 12.000 Touristen und Einheimischen erforderlich. Es seien in den frühen Morgenstunden sechs Campingplätze und eine FKK-Anlage im Norden von Cap Ferret geräumt worden, teilten am Donnerstag die Behörden in der bei Touristen im Sommer sehr beliebten Region im Südwesten des Landes mit. Der Brand war am Mittwoch in der Nähe des Beckens von Arcachon ausgebrochen. Seither sind bereits rund 2000 Hektar Land verbrannt.
Rekord an verbrannter Fläche in Frankreich
In Frankreich war es in den vergangenen Wochen zu einer Reihe von Großbränden gekommen. Am Dienstag meldete das Land einen traurigen Rekord an verbrannter Fläche in diesem Jahr: Mehr als 42.000 Hektar Land gingen zwischen Januar und Mitte Juli in Flammen auf. Damit wurde ein früherer Höchststand von 2022 übertroffen.
Hitzewelle in Spanien und tödlicher Brand in Almería
In Spanien wiederum steigen die Temperaturen derzeit wieder, es beginnt eine neue Hitzewelle. Die südspanische Provinz Almería in Andalusien war kürzlich von einem der folgenschwersten Waldbrände in Spaniens jüngerer Geschichte betroffen worden. 13 Menschen kamen in den Flammen ums Leben, darunter 12 Ausländer – sieben Todesopfer aus Großbritannien, drei aus Belgien und jeweils eines aus Frankreich, den USA und Spanien. 7000 Hektar Land brannten nieder.



