Chefingenieur des AKW Saporischschja getötet
Der Chefingenieur des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexej Jakowlew, ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Eine Drohne habe einen Dienstwagen zwischen dem Kraftwerk und der Stadt Enerhodar getroffen, teilt der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Dabei seien Jakowlew und sein Fahrer ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.
Selenskyj: Patriot-Raketen bis Jahresende selbst baubar
Die Ukraine dürfte nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj das US-Luftabwehrsystem Patriot bis zum Jahresende selbst herstellen können. Er rechne damit, dass sein Land bis dahin technisch dazu in der Lage sein werde, sagt Selenskyj vor Journalisten. Die Ukraine verfüge zudem über einen Entwurf für eine Startrampe und eine Rakete für das europäische Raketenabwehrprojekt Freyja.
EU-Sanktionen gegen Russland vorerst nicht geeinigt
Die 27 EU-Staaten haben sich am Mittwoch nicht auf ihr geplantes 21. Sanktionspaket gegen Russland einigen können, dafür aber den Ölpreisdeckel kurzfristig verlängert. Der Preisdeckel werde bis zum 23. Juli auf dem aktuellen Niveau eingefroren, um ein Ansteigen zu verhindern, teilten Diplomaten in Brüssel mit. In der kommenden Woche sollen die Vertreter der 27 Länder erneut über das vollständige Sanktionspaket verhandeln.
Baltenstaaten warnen vor russischen Provokationen
Die Präsidenten von Litauen und Lettland, Gitanas Nauseda und Edgars Rinkevics, haben vor möglichen russischen Provokationen an der Nato-Ostflanke gewarnt. Die Staatschefs der beiden baltischen EU- und Nato-Staaten berichteten nach einem Treffen in Vilnius von vorliegenden Geheimdienstinformationen über russische Pläne für Sabotageversuche und hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur. „Wir müssen äußerst auf die Phase des Krieges in der Ukraine vorbereitet sein, in der Russland keine Siege mehr erringt und nicht mehr auf dem Schlachtfeld vorrücken kann“, sagte Rinkevics.
EU und Ukraine schließen Drohnen-Deal
Die EU und die Ukraine schließen eine neue Partnerschaft zur gemeinsamen Produktion von Drohnen. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Kyjiw ankündigte, geht es darum, Stärken miteinander zu verbinden. „Die Ereignisse hier und in anderen Teilen der Welt haben uns gezeigt, wie wichtig es für unsere Sicherheit ist, einsatzerprobte Drohnensysteme schnell und in großer Stückzahl bereitstellen zu können“, sagte sie mit Blick auf die Kriege in der Ukraine und im Iran.
Selenskyj schlägt Naftogaz-Chef Korezkyj als Ministerpräsidenten vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, zum neuen Ministerpräsidenten nominieren. Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit hätten für das Land oberste Priorität, sagte Selenskyj am Mittwoch in Kyjiw. Das Parlament soll voraussichtlich am Donnerstag über die Personalie abstimmen. Eine Zustimmung gilt als sicher, da Selenskyjs Partei über die Mehrheit der Mandate verfügt.
Ukraine greift Kraftwerk auf Krim an
Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Kraftwerk in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke sei das Wärmekraftwerk Balaklawa getroffen worden, teilen die ukrainischen Spezialkräfte auf Telegram mit. Die Anlage ist für fast die Hälfte der Stromerzeugung auf der Halbinsel verantwortlich.



