Doppelmord in Raunheim: Polizei fahndet nach unbekanntem Schützen
Doppelmord in Raunheim: Fahndung nach Täter

Doppelmord in Raunheim: Fahndung nach unbekanntem Schützen

Die hessische Polizei fahndet mit Hochdruck nach einem Mann, der im Verdacht steht, in der Nacht zum 17. März in Raunheim zwei Männer erschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Landeskriminalamt (LKA) Hessen veröffentlichten nun Überwachungsaufnahmen, die den Tatverdächtigen zeigen. Auf den Bildern ist ein korpulenter Mann zu sehen, der eine gelbe Warnweste, dunkle Arbeitskleidung und eine Kapuze trägt. Er soll stundenlang durch die Kleinstadt mit etwa 15.000 Einwohnern gestreift sein, bevor er das Bistro „Onyro“ betrat und das Feuer eröffnete.

Die Tat und die Opfer

Gegen 3.42 Uhr am 17. März soll der Unbekannte das Bistro betreten und sofort auf Nihat K. (62) und Kenan G. (34) geschossen haben. Nihat K., der Betreiber des Lokals, wurde von mindestens fünf Kugeln im Oberkörper getroffen, Kenan G. von mindestens drei. Beide Männer starben noch am Tatort. Trotz einer sofortigen Großfahndung mit Spürhunden und einem Hubschrauber gelang es dem Täter zu fliehen.

Ermittlungen zufolge hatten die Opfer enge Kontakte zu den Hells Angels. Nur wenige Stunden vor der Tat waren Nihat K. und Kenan G. gemeinsam mit Robert T. (41), dem Präsidenten der Gießener Hells Angels, und weiteren Begleitern in einem Nobelrestaurant in Frankfurt essen. Dieses Treffen könnte im Zusammenhang mit der Tat stehen.

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Mögliches Motiv und Hintergründe

Die Ermittler halten es für möglich, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen bezahlten Auftragskiller aus dem Ausland handelt. Nach Informationen der BILD wird eine Tat aus dem Bereich „Violence as a Service“ (Gewalt auf Bestellung) nicht ausgeschlossen. Als mögliches Motiv wird ein Streit um verschwundenes Kokain im Wert von rund zwei Millionen Euro diskutiert.

Die Überwachungsbilder zeigen den Mann bereits um 22.38 Uhr am 16. März, wie er mit Kapuze und Handschuhen durch die Straßen läuft. Auch ein spezielles Geländefahrrad mit extrem breiten Reifen, ein sogenanntes Fatbike, soll er genutzt haben.

Fahndung und Belohnung

Die Staatsanwaltschaft und das LKA hoffen durch die Veröffentlichung der Fahndungsfotos auf entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung. Für Informationen, die zur Identifizierung und Festnahme des Mannes führen, wurde eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Die Ermittler warnen jedoch eindringlich: Der Gesuchte könnte bewaffnet sein und sollte nicht angesprochen werden. Hinweise nimmt das LKA telefonisch unter 0611 8389 555 entgegen.

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