Huthi drohen Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen
Huthi drohen Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen

Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen drohen Saudi-Arabien mit Angriffen auf Ölanlagen, sollte sich das Nachbarland an einer „umfassenden Aggression“ gegen den Jemen beteiligen. Auch andere kritische Infrastruktur in dem Land würde dann Ziel der Raketen und Drohnen der Huthi, sagte deren Anführer Abdul Malik al-Huthi. Die Huthi haben Raketen auf das Königreich abgefeuert, nachdem sie Riad beschuldigt hatten, am Montag den Flughafen in Sanaa bombardiert zu haben. Damit endete eine vierjährige Waffenruhe zwischen den schiitischen Huthi und dem sunnitischen Königreich Saudi-Arabien.

Hintergrund des Konflikts

Die Huthi-Rebellen hatten Ende 2014 den von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi gestürzt, dem sie Korruption und Misswirtschaft vorwarfen. 2015 schaltete sich Saudi-Arabien in den Konflikt ein und schmiedete eine Allianz sunnitischer Länder gegen die Huthi. Während der Kämpfe wurden Zehntausende Menschen getötet. Die Wirtschaft des Jemens ist zusammengebrochen. Die Huthi kontrollieren Sanaa, während die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien und anderen Golf-Staaten unterstützt wird, in Aden im Süden des Landes sitzt. (Reuters)

Trumps Ex-Verteidigungsminister: Sieg aus der Luft unwahrscheinlich

US-Präsident Donald Trump will die Luftangriffe auf den Iran ausweiten, um das Regime in Teheran in die Knie zu zwingen. Doch Mark Esper, Verteidigungsminister in Trumps erster Amtszeit, bezweifelt, dass das gelingen kann. Der Zeitung „Financial Times“ sagte er: „Ich bin mir nicht sicher, ob es eine große Veränderung bringen würde, wenn wir die Bombardements so wieder aufnehmen, wie wir es vor Monaten getan haben, und sie über einen längeren Zeitraum fortsetzen.“ Teherans Wille, die Straße von Hormus zu kontrollieren, lasse sich so nicht brechen, so Esper. Stattdessen müssten die USA versuchen, den Iran „wirtschaftlich zu strangulieren“. Dazu seien jedoch „Zeit, Geduld und Disziplin“ sowie internationale Unterstützung nötig. Und das Vorgehen habe einen Preis: „für eine gewisse Zeit höhere Benzinpreise“. Esper, den Trump kurz nach seiner Wahlniederlage 2020 entlassen hatte, nannte „zwei Maßstäbe“ für den US-Erfolg im Iran-Krieg: Zum einen die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus, wie vor dem Krieg. Und zum anderen ein Atomabkommen mit dem Iran, das „mindestens genauso gut – wahrscheinlich aber besser“ sein müsse als das von Barack Obama. (Tsp)

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Iran fordert Huthi-Miliz zu Blockadevorbereitung auf

Iran hat die Huthi-Rebellen im Jemen Insidern zufolge aufgefordert, sich auf eine Sperrung des Seewegs für Öltransporte im Roten Meer vorzubereiten. Dies solle für den Fall geschehen, dass die USA die iranische Energieinfrastruktur angreifen, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein solcher Schritt würde die weltweite Energieversorgung massiv bedrohen, da die wichtigste Route durch die Straße von Hormus bereits vom Iran blockiert wird. Die Pläne wurden in der Führung der Islamischen Republik diskutiert und an die verbündeten Huthis übermittelt, hieß es aus iranischen und regionalen Kreisen. Eine Stellungnahme des iranischen Außenministeriums oder der Huthis lag zunächst nicht vor. Einem Insider aus dem Umfeld der jemenitischen Miliz zufolge haben die Rebellen ihre Vorbereitungen für Angriffe auf die Schifffahrt abgeschlossen. Sie hätten Raketen und Drohnen nahe der Meerenge Bab al-Mandab stationiert und warteten auf weitere Befehle. Die Entscheidung über eine Sperrung der Meerenge liege bei Vertretern der iranischen Revolutionsgarde (IRGC), die sich im Jemen aufhielten. (Reuters)

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Syrien fängt Waffenlieferung für Hisbollah ab

Syrien hat nach eigenen Angaben an seiner Grenze zum Irak eine für die pro-iranische Hisbollah im Libanon bestimmte Waffenlieferung abgefangen. Die Waffen, darunter auch Raketen, seien an der Grenze zu seinem östlichen Nachbarland beschlagnahmt worden, erfuhr die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag aus Kreisen des syrischen Innenministeriums. Syriens Übergangsregierung steht der vom Iran finanzierten Miliz feindlich gegenüber, die mit dem gestürzten Machthaber Baschar al-Assad verbündet war. Den Innenministeriumskreisen zufolge „vereitelten Spezialeinheiten einen Versuch, eine Lieferung hochentwickelter Waffen und Raketen über die syrisch-irakische Grenze zu bringen“. Erste Ermittlungen ergaben demnach, dass „die Lieferung durch Syrien zugunsten der terroristischen Hisbollah-Miliz transportiert werden sollte“. (AFP)

Israelische Angriffe im Gazastreifen nehmen zu

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen. Zeitgleich berichtete die US-Beobachtungsstelle ACLED über einen deutlichen Anstieg israelischer Angriffe auf ein Niveau, das seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe im Oktober nicht mehr erreicht worden sei. Im Juni seien mehr als 40 Luft- und Drohnenangriffe auf die radikal-islamische Hamas und andere militante Gruppen registriert worden – der höchste Monatswert seit dem Abkommen. „Da die Opposition in Umfragen vorne liegt, wächst der innenpolitische Druck auf den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, eine härtere Sicherheitslinie gegenüber der Hamas einzuschlagen“, sagte Nasser Chdur von ACLED mit Blick auf die israelische Parlamentswahl im Oktober. (Reuters)

Iran greift Kuwait an – Schiff vor irakischer Küste getroffen

Das Golfemirat Kuwait ist nach Armeeangaben erneut mit Drohnen aus dem Iran angegriffen worden. Die Luftabwehr bekämpfe derzeit „feindliche Drohnenangriffe“ infolge der „kriminellen Aggression des Iran“, erklärte der kuwaitische Generalstab am Donnerstag. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, waren in Kuwait Explosionen zu hören, dem Generalstab zufolge wurden diese vom Abfangen der Drohnen verursacht. Bereits in der Nacht zum Donnerstag hatte Kuwait iranische Drohnenangriffe gemeldet. Das iranische Militär erklärte, Radaranlagen, ein Patriot-Luftabwehrsystem und Treibstofflager auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem angegriffen zu haben. Auch US-Militäreinrichtungen in Bahrain und Jordanien wurden nach iranischen Angaben attackiert. Vor der südirakischen Hafenstadt Basra traf unterdessen eine Drohne ein Schiff. Der Frachter kam nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und transportierte Fahrzeuge von US-Herstellern. Der Angriff ereignete sich nahe eines irakischen Ölterminals. Zur Herkunft der Drohne gab es zunächst keine Angaben. Das irakische Ölministerium erklärte, Berichte über den Einschlag eines unbekannten Objekts auf einem Tankschiff würden geprüft. Bereits zuvor hatte der Irak nach eigenen Angaben Drohnen über der nordirakischen Kurdenregion abgeschossen. Der Iran warf den USA derweil einen „barbarischen Angriff“ vor, nachdem ein Krebskrankenhaus in Ahwas wegen Einschlägen in der Nähe evakuiert worden war. Nach Angaben von Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei mussten 211 Patientinnen und Patienten, die dort eine Chemotherapie erhielten, in Sicherheit gebracht werden. Bakaei sprach von einem „barbarischen Angriff“. (AFP)

Pakistan ruft zu Verhandlungen auf

Pakistan will im Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter vermitteln, um die Umsetzung des im Juni unterzeichneten Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges voranzubringen. „Während die Umsetzung des Abkommens vor Herausforderungen steht, wird Pakistan weiter alle Seiten ermuntern, die Gewalt zu beenden und Gespräche auf technischer Ebene in Übereinstimmung mit dem Rahmenabkommen wieder aufzunehmen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Islamabad, Tahir Andrabi, am Donnerstag vor Journalisten. Andrabi äußerte zudem die Hoffnung auf eine rasche Normalisierung in der für den weltweiten Handel mit Öl und Gas wichtigen Straße von Hormus. Pakistan betone die Wichtigkeit, die „Sicherheit und Freiheit der Seeschifffahrt zu gewährleisten“, sagte er. (AFP)

Israel will in Sicherheitszonen bleiben

Israel hat nach eigenen Angaben die USA darüber informiert, dass es aus Sicherheitsgründen sein Militär in den Pufferzonen im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen belassen werde. Verteidigungsminister Israel Katz habe gegenüber seinem US-Kollegen Pete Hegseth „Israels Entschlossenheit unterstrichen, in den Sicherheitszonen in Syrien, im Gazastreifen und im Libanon zu bleiben, um Israels Grenzen und die grenznahen Ortschaften vor den Bedrohungen durch Dschihadisten-Gruppen zu schützen“, erklärte sein Büro am Donnerstag. Den Angaben zufolge telefonierten Katz und Hegseth in der Nacht zu Donnerstag miteinander. Israels Verteidigungsminister sagte demnach, dass Israel die USA „nie gebeten“ habe, an seinen Grenzen „an unserer Stelle zu agieren“. Seine Äußerungen erfolgten wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Berichten des US-Nachrichtenportals Axios zufolge aufgefordert hatte, die israelischen Streitkräfte aus Syrien und dem Libanon abzuziehen. (AFP)

Ölpreise geben trotz neuer Angriffe leicht nach

Die Ölpreise haben trotz erneuter Angriffe im Iran-Konflikt nicht weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete zuletzt 84,78 US-Dollar, das waren 0,20 Prozent weniger als am Vortag. Zuvor waren die Ölpreise aufgrund neuer Attacken im Nahen Osten tagelang kräftig gestiegen. (dpa)