Die Spannungen im Nahen Osten haben eine neue Eskalationsstufe erreicht: Der Iran hat nach Angaben des US-Militärs Raketenangriffe auf Kuwait und Bahrain gestartet. Die Attacken richteten sich gegen militärische Einrichtungen der USA in den beiden Golfstaaten. US-Verteidigungsminister Mark Esper kündigte umgehend eine Verstärkung der amerikanischen Truppenpräsenz in der Region an.
Reaktion der USA
Esper erklärte, die USA würden „alle notwendigen Maßnahmen“ ergreifen, um ihre Streitkräfte und Verbündeten zu schützen. Zusätzlich zu den bereits entsandten 3.500 Soldaten sollen weitere Einheiten in den Nahen Osten verlegt werden. Die Raketenangriffe wurden von US-Militärbasen im Irak gemeldet, wo ebenfalls erhöhte Alarmbereitschaft herrscht.
Hintergrund des Konflikts
Die Angriffe folgen auf die gezielte Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani durch die USA am vergangenen Freitag im Irak. Der Iran hatte daraufhin Vergeltung angekündigt. Die USA hatten ihre Botschaften in der Region in Alarmbereitschaft versetzt und Bürger aufgefordert, den Irak zu verlassen.
Die Raketenangriffe auf Kuwait und Bahrain stellen eine direkte militärische Konfrontation dar. Beide Länder beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte. Kuwait beherbergt das Hauptquartier der US-Armee im Nahen Osten, Bahrain die US-Marinebasis der Fünften Flotte.
Internationale Reaktionen
Die internationale Gemeinschaft reagiert besorgt. UN-Generalsekretär António Guterres rief beide Seiten zur Zurückhaltung auf. Die Europäische Union forderte eine Deeskalation. Deutschland und Frankreich warnten vor einer weiteren Eskalation und forderten diplomatische Lösungen.
Auswirkungen auf die Region
Die Angriffe haben die Ölpreise in die Höhe schnellen lassen. Die Golfstaaten fürchten um ihre Sicherheit. Saudi-Arabien erklärte sich solidarisch mit den USA, rief aber ebenfalls zur Mäßigung auf. Der Iran drohte mit weiteren Angriffen, falls die USA nicht aus der Region abziehen.
Die Lage bleibt angespannt. Beobachter befürchten einen offenen Krieg zwischen den USA und dem Iran, der die gesamte Region destabilisieren könnte. Die USA haben ihre Botschaft in Bagdad geschlossen und evakuieren Personal. Der Irak steht zwischen den Fronten und versucht zu vermitteln.



