Mehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Krieges wächst die Sorge vor der nächsten Eskalation im Nahen Osten. Laut Quellen aus Pakistan halten die Geheimdienste des Landes eine begrenzte Bodenoffensive der USA für immer wahrscheinlicher. Experten warnen eindringlich vor einem Einsatz von US-Truppen und bezeichnen den Iran als 'natürliche Festung'.
Geheimdienstliche Einschätzungen aus Pakistan
Nach Informationen von BILD+ haben pakistanische Geheimdienstkreise ihre Einschätzung aktualisiert. Demnach sei die Wahrscheinlichkeit einer begrenzten Bodenoffensive der USA im Iran in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Die Quellen berufen sich auf eigene Analysen sowie auf Hinweise aus US-amerikanischen und regionalen Nachrichtendiensten. Pakistan unterhält traditionell enge Kontakte zu verschiedenen Akteuren im Nahen Osten und gilt als wichtiger Informationsknotenpunkt.
Die genauen Ziele einer möglichen Offensive bleiben unklar. Es wird jedoch spekuliert, dass US-Streitkräfte gezielt iranische Raketenstellungen, Atomanlagen oder Kommandozentren angreifen könnten. Eine umfassende Invasion wird aufgrund der logistischen Herausforderungen und des erwarteten Widerstands als unwahrscheinlich eingestuft.
Der Iran als 'natürliche Festung'
Militärexperten warnen seit langem vor den extremen Schwierigkeiten eines Bodeneinsatzes im Iran. Das Land ist geografisch durch das Zagros-Gebirge, weite Wüsten und eine zerklüftete Küstenlinie geschützt. Die iranischen Streitkräfte haben zudem umfangreiche Befestigungsanlagen, Tunnel und unterirdische Basen errichtet. Ein Einsatz von US-Bodentruppen würde daher auf extrem harte Bedingungen treffen.
'Ein Einmarsch in den Iran wäre das fast Unmögliche', zitieren die Quellen einen namentlich nicht genannten US-Militärexperten. 'Die iranische Armee ist hochmotiviert und kennt das Gelände perfekt. Jeder Vorstoß würde mit massiven Verlusten verbunden sein.' Diese Einschätzung teilen auch andere Sicherheitsexperten, die auf die Gefahr eines langwierigen und verlustreichen Konflikts hinweisen.
Wachsende Spannungen nach fünf Monaten Krieg
Der Iran-Krieg begann vor mehr als fünf Monaten mit US-Luftangriffen nach einem mutmaßlichen iranischen Angriff auf saudische Ölanlagen. Seitdem eskalieren die Auseinandersetzungen: Der Iran setzte Drohnen und Raketen gegen US-Stützpunkte in der Region ein, während die USA ihre Luftangriffe intensivierten. Die humanitäre Lage im Iran verschlechtert sich zusehends, während die US-Administration innenpolitisch unter Druck gerät.
Die jüngsten Geheimdienstberichte aus Pakistan verstärken die Befürchtungen, dass Präsident Donald Trump den Befehl für eine Bodenoffensive geben könnte. Obwohl es dafür bislang keine offizielle Bestätigung gibt, sehen Beobachter die erhöhte Truppenpräsenz am Persischen Golf als Indiz. Die internationale Gemeinschaft appelliert an beide Seiten, eine weitere Eskalation zu vermeiden.



