Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die massiven russischen Angriffe auf die Ukraine und die Verletzung des polnischen Luftraums auf das Schärfste verurteilt. „Unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Verbündeten ist unerschütterlich“, erklärte er auf der Plattform X. Sein Beitrag war an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk gerichtet.
Ukraine attackiert russische Tanker
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vier russische Tanker im Schwarzen und im Asowschen Meer angegriffen. Die Tanker seien getroffen worden, teilte der Kommandeur der Drohnen-Einheiten, Robert Browdi, auf Telegram mit. In den vergangenen drei Wochen seien insgesamt 205 Tanker getroffen worden – 130 im Asowschen und 75 im Schwarzen Meer. Das Asowsche Meer ist ein Seitenmeer des Schwarzen Meeres und mit diesem über die Straße von Kertsch verbunden.
Polen: Flugobjekt war russische Rakete
Das in Polen abgestürzte Flugobjekt ist nach Einschätzung der Regierung in Warschau wahrscheinlich eine russische Rakete. „Alles deutet darauf hin, dass es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ CH-101 handelt, aber wir wollen den Ergebnissen einer genauen Untersuchung nicht vorgreifen“, sagte Polens Regierungschef Donald Tusk in Lublin. „Wir waren bereit, die Rakete abzuschießen, wenn sie weitergeflogen wäre.“ Der Absturzort nahe Tarnawa Kolonia liegt 90 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Verletzt wurde niemand.
Russland meldet 258 abgefangene Drohnen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 258 ukrainische Drohnen abgefangen. Diese Zahl umfasst auch die Gebiete in der Ukraine, die unter Kontrolle der russischen Truppen stehen. Wie viele Drohnen die Ukraine abgefeuert hat und wie viele ihre Ziele getroffen haben, teilte Russland nicht mit.
Massive russische Angriffswelle auf Ukraine
Die Ukraine war in der Nacht erneut Ziel einer massiven russischen Angriffswelle. Städte bis im Westen des Landes wurden mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert. Es gab mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte. In Krywyj Rih traf eine Rakete das Wohnhaus einer Großfamilie – sechs Tote, darunter zwei Kinder. Aus Kiew und Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet. Bei einem Raketenangriff auf Lwiw wurden 15 Menschen verletzt.
Selenskyj warnt vor neuem Luftschlag
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor einem angeblich unmittelbar bevorstehenden neuen schweren russischen Luftangriff. Er berief sich auf einen Lagebericht des Luftwaffenchefs Anatolij Krywonoschko. Russland habe in den vergangenen Wochen mehrfach massiv attackiert, mit vielen Toten und Verletzten.
Ukrainischer F-16-Jet abgestürzt
Die Ukraine verlor einen westlichen Kampfjet vom Typ F-16 bei der Verteidigung des Luftraums. Die Maschine stürzte beim Abfangen feindlicher Flugobjekte ab. Der Pilot rettete sich per Schleudersitz und ist wohlauf. Es gab keine Schäden am Boden. Die Ukraine erhielt 2024 die ersten F-16-Jets; mehrere sind bereits abgestürzt. Der Verlust wiegt schwer, da nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen eingetroffen sind.
Weitere Entwicklungen
Frankreich ordnete die Ausweisung der russischen Journalistin Xenia Fedorowa an, der Desinformation vorgeworfen wird. Die Sberbank erwägt eine höhere Risikovorsorge wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf Wildberries-Lagerhäuser. Selenskyj stellte einen Besuch der US-Sondergesandten Witkoff und Kushner in Kiew in Aussicht und bemüht sich um 300 Patriot-Luftabwehrraketen. Russland bereitet eine Verlängerung des Diesel-Exportverbots vor. Der neue ukrainische Oberkommandierende Mychajlo Drapatyj plant eine Ausweitung der Angriffe auf russisches Hinterland. Russland setzte Telegram-Gründer Pawel Durow auf die internationale Fahndungsliste. Nach offiziellen Angaben meldeten sich im ersten Halbjahr rund 200.000 Freiwillige für den Krieg – eine neue Mobilmachung wird dementiert. US-Senatoren einigten sich auf ein Gesetz zu weiteren Russland-Sanktionen.



