Nächtlicher Raketenangriff auf Kyjiw: Ein Toter und sieben Verletzte
Nächtlicher Raketenangriff auf Kyjiw: Ein Toter

In der Nacht zum Sonntag hat das russische Militär die ukrainische Hauptstadt Kyjiw massiv mit ballistischen Raketen bombardiert. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen kam es in mehreren Stadtteilen zu schweren Explosionen und Bränden, darunter auch in einem Supermarkt. Mindestens ein Mensch wurde getötet, sieben weitere erlitten Verletzungen, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte.

Mehr als zwei Dutzend Raketen abgefeuert

Die ukrainische Luftwaffe berichtete, dass mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und um Kyjiw abgefeuert wurden. Die Militärverwaltung der Hauptstadt bestätigte mindestens einen Toten. Die Angriffe ereigneten sich einen Tag, nachdem die Ukraine zwei Logistikzentren in Russland attackiert hatte. Dabei wurden laut russischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Anhaltender Krieg und Gegenangriffe

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren fast täglich mit Raketen- und Drohnenangriffen. Die ukrainische Armee hat zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russisches Territorium verstärkt. Parallel zu den militärischen Aktionen gibt es politische Spannungen in Kyjiw: Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte auf Proteste gegen die Ablösung von Verteidigungsminister Mychailo Fedorow und deutete Veränderungen in der Armeeführung an. In ukrainischen Medien wurde über eine mögliche Entlassung des Armeechefs spekuliert. Fedorow war am Mittwoch im Zuge einer Regierungsumbildung zurückgetreten; am Samstag demonstrierten in Kyjiw nach Medienberichten zum dritten Tag in Folge zahlreiche Menschen gegen seine Ablösung.

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