Mindestens ein Toter bei russischem Raketenangriff auf Kyjiw
Toter bei russischem Angriff auf Kyjiw

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kyjiw und die umliegende Region sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und elf weitere verletzt worden. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Angriffe auf Odessa und Kramatorsk

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa wurden bei russischen Raketenangriffen mindestens zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt, wie Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mitteilte. Eine Rakete sei in einem Vergnügungspark eingeschlagen. Unter den Trümmern von Fischerhäusern könnten noch weitere Opfer sein. Sechs Autos wurden beschädigt. In der ostukrainischen Stadt Kramatorsk töteten russische Bombenangriffe mit drei Gleitbomben mindestens zwei Menschen, ein weiterer wurde verletzt, so Militärgouverneur Wadym Filaschkin. Kramatorsk liegt nur etwa zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Proteste nach Entlassung von Verteidigungsminister Fedorow

In Kyjiw und anderen Städten demonstrierten erneut tausende Menschen gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung und die Ablösung von Armeechef Olexander Syrskyj. Präsident Wolodymyr Selenskyj versprach in einer Videoansprache, die Stimmen zu hören, und kündigte Entscheidungen zur Armee an. Ein Konflikt zwischen Syrskyj und Fedorow gilt als Hintergrund für den Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums.

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Ukrainische Medien trotzen Zensurvorwürfen

Acht große ukrainische Medienhäuser haben sich einem gerichtlichen Verbot widersetzt und über Korruptionsvorwürfe im Umfeld des Direktors der Ermittlungsbehörde SBI, Oleksyj Suchatschow, berichtet. Die Investigativplattform „Slidstvo.Info“ und die Anti-Korruptions-Organisation Antac hatten zu Immobiliengeschäften von Suchatschows Bruder recherchiert, der 143 Immobilien erworben haben soll. Das Medienhaus Suspilne erklärte, das Verbot sei ein eklatanter Akt der Zensur. Ein Gericht hatte die Veröffentlichung Anfang Juli untersagt, was das Komitee zum Schutz von Journalisten als „beispielloses juristisches Manöver“ kritisierte.

Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Schiffe

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Schiffe getroffen, womit die Gesamtzahl der beschossenen Schiffe auf 172 steigt. Chef Robert Browdi teilte mit, dass acht Frachter, ein Tanker, ein Gastransportschiff, ein Schlepper und zwei Schwimmkräne getroffen wurden. Die Ukraine will mit diesen Angriffen die russische Logistik stören. Laut Browdi führt die „Flottenjagd“ dazu, dass Moskau Drohneneinheiten von der Front abzieht, um den Schiffsverkehr zu schützen, was den Gegner an der Front schwäche.

Rumänien rüstet auf

Rumänien hat den Kauf von zwölf Airbus-Mehrzweckhubschraubern für 757 Millionen Euro und zwölf Radarsystemen vom Typ Ground Master 200 MM/A von Thales für 247 Millionen Euro bekannt gegeben. Verteidigungsminister Radu Miruta betonte, die Systeme würden dringend benötigt, um auf Drohnen in niedriger Höhe zu reagieren. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine kam es in Rumänien wiederholt zu Luftraumverletzungen und Drohnenabstürzen.

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