Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischer Angriffswelle – Aktuelle News
Ukraine: Acht Tote bei russischer Angriffswelle

Massive russische Angriffswelle fordert Todesopfer in der Ukraine

Die Ukraine ist in der Nacht erneut Ziel einer massiven russischen Angriffswelle geworden. Städte bis in den weit von der Grenze entfernten Westen des Landes seien mit Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern sowie Hunderten Drohnen attackiert worden, berichteten ukrainische Medien am Morgen. Es gebe mindestens acht Tote und mehr als ein Dutzend Verletzte. In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des „Kyiv Independent“ das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte. Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei weitere Todesopfer gemeldet.

Behörden: 15 Verletzte bei Angriff auf Lwiw

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Lwiw sind nach Angaben der dortigen Behörden 15 Menschen verletzt worden. Menschen seien unter Trümmern von Gebäuden verschüttet worden. Lwiw liegt im Westen der Ukraine, die gleichnamige Region grenzt an den EU- und Nato-Staat Polen.

Ukrainischer Drohnenangriff auf Wildberries-Lager in Pensa

Erneut hat das ukrainische Militär den russischen Online-Händler Wildberries angegriffen. Durch Drohnenbeschuss wurde in der Nacht ein großes Lager des Unternehmens in der russischen Region Pensa in Brand gesetzt, wie der Gouverneur der Region, Oleg Melnitschenko, nach Angaben der staatlichen Agentur Tass mitteilte. Dabei habe es mindestens einen Verletzten gegeben. Rund 200 Mitarbeiter seien evakuiert worden. Seit diesem Monat attackiert die Ukraine immer wieder Logistikzentren des größten russischen Versandhauses. Die symbolträchtigen und weithin sichtbaren Angriffe auf Wildberries verursachen große Schäden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft der Firma vor, mit Material zu handeln, das für den 2022 begonnenen Angriffskrieg gegen sein Land verwendet werde. Der Kreml weist dies kategorisch zurück.

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F-16-Kampfjet der Ukraine bei Luftkampf abgestürzt

Die Ukraine hat einen der für sie wertvollen westlichen Kampfjets vom Typ F-16 bei der Verteidigung des eigenen Luftraums verloren. Die Maschine sei abgestürzt, als sie feindliche Flugobjekte abfing, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. „Vorläufigen Informationen nach gab es eine Notfallsituation an Bord, der Pilot musste sich per Schleudersitz retten“, heißt es in der Mitteilung. Der Pilot ist demnach wohlauf, am Boden gab es keine Schäden und Opfer. Die Ukraine hatte nach langem Werben bei westlichen Partnern 2024 die ersten Kampfjets des Typs F-16 erhalten. Die Flugzeuge werden vor allem bei der Abwehr russischer Drohnen- und Raketenangriffe eingesetzt. Mehrere Maschinen sind bei riskanten Manövern bereits abgestürzt, die erste kurz nach Beginn der Lieferungen. Der Verlust jeder einzelnen F-16 wiegt für Kiew schwer, da sie sie nicht selbst produzieren kann und bis heute noch nicht alle der rund 80 versprochenen Maschinen in der Ukraine eingetroffen sind.

Frankreich weist russische Journalistin Fedorowa aus

Frankreich erlässt nach Angaben des Innenministeriums eine Ausweisungsverfügung gegen die russische Journalistin Xenia Fedorowa. Der ehemaligen Chefin des in der EU mittlerweile verbotenen russischen Auslandssenders RT France wird unter anderem von Außenminister Jean-Noel Barrot vorgeworfen, russische Desinformation zu verbreiten. Fedorowa tritt inzwischen häufig in den Medien des französischen Milliardärs Vincent Bollore auf. Deren Muttergesellschaften Canal+ und Lagardere äußerten sich schockiert über die Entscheidung und sagen Fedorowa Unterstützung zu. Einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP zufolge will ihre Anwältin gegen die Anordnung vorgehen.

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Sberbank erwägt höhere Risikovorsorge nach Wildberries-Angriffen

Russlands größtes Kreditinstitut Sberbank erwägt wegen der ukrainischen Drohnenangriffe auf Lagerhäuser des Online-Handelsriesen Wildberries eine höhere Risikovorsorge. Die Bonität von Online-Händlern und deren Lieferanten habe sich nach den Attacken verschlechtert, teilte die Bank am Mittwoch mit. Rund 300 Unternehmen hätten bereits eine Umschuldung ihrer Kredite beantragt. „Deren finanzielle Lage und der künftige Cashflow haben sich natürlich verschlechtert“, sagte Finanzvorstand Taras Skworzow in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Ziehen wir eine Erhöhung der Rückstellungen in Betracht? Ja, das tun wir.“ Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Für Händler auf der Wildberries-Plattform, die von den Angriffen betroffen sind, hat die Sberbank ein Umschuldungsprogramm aufgelegt.

Selenskyj erwartet neue russische Luftangriffe und fordert Patriot-Raketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem angeblich unmittelbar bevorstehenden neuen schweren russischen Angriff aus der Luft gewarnt. Russland habe erst vor wenigen Tagen die Ukraine attackiert „und die Wahrscheinlichkeit ist hoch“, dass ein solcher Schlag auch heute Nacht ausgeführt werde, schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Er berief sich dabei auf einen Lagebericht des ukrainischen Luftwaffenchefs Anatolij Krywonoschko. Selenskyj stellte zudem baldige Beratungen mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Aussicht. Es sei möglich, dass Witkoff und Kushner in den kommenden zwei Wochen zu Beratungen nach Kiew kommen, sagte Selenskyj dem US-Nachrichtenportal „Axios“. Er bemühe sich zudem vor dem Winter um 300 Patriot-Luftabwehrraketen. Denn er erwarte, dass Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur im Winter wieder verstärken werde.

Russland bereitet Verlängerung des Diesel-Exportverbots vor

Russland bereitet Insidern zufolge angesichts der anhaltenden ukrainischen Angriffe auf Öl-Anlagen eine Verlängerung seines Exportverbots für Diesel um einen Monat vor. Die Beschränkung könnte jedoch Mitte August aufgehoben werden, falls sich die Versorgungslage im Inland verbessere, teilten zwei mit den Beratungen vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters mit. Das Energieministerium äußerte sich zunächst nicht dazu. Die Regierung in Moskau hatte das Verbot am 8. Juli zunächst bis zum 31. Juli in Kraft gesetzt. Hintergrund sind Treibstoffengpässe infolge der ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und andere Öl-Infrastruktur. Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak hatte erklärt, dass die Beschränkungen für Benzin-Exporte bis zum Jahresende verlängert würden, während das Diesel-Exportverbot aufgehoben werde, sobald sich der heimische Markt erhole.

Neuer ukrainischer Oberkommandierender plant Ausweitung der Luftangriffe

Knapp eine Woche nach seiner Einsetzung hat der neue ukrainische Oberkommandierende, Mychajlo Drapatyj, erstmals mit dem Chef der Nato-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich, telefoniert. In dem Gespräch habe er seine Vorstellungen dargelegt, wie ein Sieg der Ukraine über Russland erreicht werden könne und welche Mittel dafür nötig seien, teilte Drapatyj auf sozialen Netzwerken mit. Dabei sei es auch um eine Ausweitung der ukrainischen Angriffe auf das russische Hinterland gegangen. Zudem müsse das Einsickern russischer Truppen in die ukrainischen Verteidigungslinien verhindert werden.