USA greifen iranische Radarstellungen an
US-Streitkräfte haben nach dem Start von vier iranischen Angriffsdrohnen iranische Radarstellungen angegriffen. Das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando teilte mit, die iranischen Drohnen hätten den regionalen Seeverkehr bedroht. Die US-Angriffe auf die Anlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm dienten der Verteidigung gegen weitere iranische Attacken.
Medienbericht: USA schießen iranische Drohnen über Straße von Hormus ab
Nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN hat der Iran mehrere Drohnen in Richtung der Straße von Hormus entsandt. US-Kampfflugzeuge hätten mindestens vier der Drohnen abgefangen, berichtete der Sender unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter.
Trump: Iran verfügt noch über 21 bis 22 Prozent seiner Raketen
Laut US-Präsident Donald Trump verfügt der Iran immer noch über „einige Raketen und Drohnen“. In einem Interview mit dem US-Sender NBC News sagte Trump: „Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind eine Menge Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es war, als wir zum ersten Mal angegriffen haben.“
Präsident des Libanon warnt Iran: „Es ist nicht euer Land“
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat dem Iran im CNN-Interview vorgeworfen, den Libanon als Druckmittel im Konflikt mit den USA und Israel zu missbrauchen. „Sie benutzen den Libanon als Verhandlungsmasse in ihren Gesprächen mit den USA“, sagte Aoun. Das sei „inakzeptabel“. Aoun forderte Teheran auf, sich nicht länger in innere Angelegenheiten des Libanon einzumischen. Die Hisbollah repräsentiere nicht das libanesische Volk, betonte der Präsident. Die libanesische Regierung will dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ein Ende setzen.
Iran meldet Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe vor ihrer Südküste gefeuert. Zwei US-amerikanische Zerstörer seien somit aus dem Arabischen Meer zurückgedrängt worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Es seien Kamikazedrohnen und Antischiffs-Marschflugkörper abgefeuert worden. Ein Reporter des staatlichen Fernsehens sagte, der Vorfall habe sich in den vergangenen 48 Stunden ereignet. Seinen Worten nach wollte die US-Marine mit ausgeschalteten Navigationssystemen in den Persischen Golf einlaufen.
Libanon meldet sechs Tote nach israelischen Angriffen im Süden
Das Militär forderte am Freitag die Bewohner von neun Dörfern auf, die Gegend zu verlassen. Knapp drei Stunden später griffen Kampfflugzeuge an. Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA gab es sechs Tote. Hunderte Familien flohen aus Ankun und der Gegend von Aarnaja in der Nähe des überwiegend von Christen bewohnten Dorfes Maghduche bei Sidon. Die Angriffe erfolgten kurz nachdem die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz das jüngste Waffenruheabkommen zwischen Israel und der libanesischen Regierung abgelehnt und einen vollständigen Rückzug Israels aus dem Libanon gefordert hatte. Die Regierung in Beirut wirft der schiitischen Hisbollah vor, den Libanon in einen Krieg mit Israel hineingezogen zu haben. Den jüngsten Vereinbarungen zwischen Israel und der libanesischen Regierung zufolge sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle über Sicherheitszonen im Libanon übernehmen, aus denen die Miliz verbannt werden soll. Am Freitag wurden UN-Friedenstruppen und libanesische Truppen am Eingang des Dorfes Dibbine in der Nähe der Stadt Mardschajun gesichtet. Ein Bulldozer der Friedenstruppe öffnete die Hauptstraße, die nach Dibbine führt.
Trotz Waffenruhe-Vereinbarung: Erneut Kämpfe im Libanon
Ungeachtet der zwischen Israel und dem Libanon erneuerten Waffenruhe geht der Konflikt zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel weiter. Bei einem erneuten Angriff der proiranischen Miliz auf die im Süden des Libanons stationierten Truppen wurde ein Soldat getötet, wie Israels Armee am Abend mitteilte. Die Hisbollah hatte kurz zuvor die in der Nacht zum Donnerstag in Washington zwischen dem Libanon und Israel vereinbarten Bedingungen für eine Waffenruhe abgelehnt. Die libanesische Regierung ist keine Konfliktpartei in dem Krieg und hat nur begrenzten Einfluss auf die Hisbollah. Die Miliz war an den Gesprächen nicht beteiligt. Nach dem erneuten Angriff der Hisbollah bombardierte die israelische Armee nach eigenen Angaben Infrastruktur der Schiiten-Miliz. In der Nacht gab die Hisbollah dann einen weiteren Raketenangriff auf die israelischen Truppen im Süden des Libanons bekannt. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
American Airlines streicht Flüge wegen hoher Kerosinkosten
Wegen stark gestiegener Kerosinkosten infolge des Iran-Kriegs setzt American Airlines in diesem Sommer vorübergehend einige Strecken aus. Die US-Fluggesellschaft erklärte, sie habe ihr Angebot auf „ausgewählten Strecken“ im August und September angepasst. Betroffenen Reisenden würden alternative Verbindungen oder Erstattungen angeboten. Kerosin kann etwa 30 Prozent der Gesamtausgaben von Fluggesellschaften ausmachen. Nach Angaben des internationalen Airlineverbands Iata lag der Preis zuletzt im Schnitt bei knapp 142 Dollar je Barrel – umgerechnet rund 122 Euro. Das war zwar weniger als beim Höchststand im April, aber deutlich mehr als die 99 Dollar je Barrel vor Beginn des Kriegs, den die USA und Israel am 28. Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen hatten.
Israels Armee: Vier Hamas-Mitglieder im Gazastreifen getötet
Israels Armee hat trotz geltender Waffenruhe eigenen Angaben zufolge vier Hamas-Mitglieder im Norden des Gazastreifens getötet. Medizinische Kreise hatten zuvor neun Tote bei israelischen Angriffen auf Wohnungen in der Stadt Gaza in der Nacht zu Donnerstag gemeldet. Unter den Toten sind den Angaben zufolge auch die vier nun von Israel genannten Palästinenser sowie vier Angehörige von einem der Männer. Zudem sei dessen neun Jahre alte Tochter verletzt worden. Laut Israels Armee gehörten alle vier Männer zum sogenannten „Allgemeinen Sicherheitsapparat“ der Hamas. Dieser schütze unter anderem hochrangige Hamas-Leute und koordiniere deren Treffen, teilten das israelische Militär sowie der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Abend mit. Die vier hätten der Terrororganisation dabei geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Die Armee habe vor den Angriffen Schritte unternommen, um die Zivilbevölkerung zu schonen und etwa präzise Munition eingesetzt, hieß es weiter. Die Hamas bestätigte zunächst nicht, dass es sich bei den vier getöteten Männern um Mitglieder der Islamistenorganisation gehandelt habe.
Druck der USA: Einige Milizen im Irak beginnen Entwaffnung
Eine einflussreiche schiitische Miliz im Irak hat unter der neuen Regierung ihre Waffen abgegeben – Berichten zufolge nach Druck der USA. Die Gruppierung Saraja al-Salam (Brigade des Friedens) habe in Samarra nördlich von Bagdad ihre Waffen an die irakische Armee übergeben, berichtete die Staatsagentur INA heute. Iraks neuer Ministerpräsident Ali al-Saidi als Oberbefehlshaber der Streitkräfte überwache die Umsetzung des Plans.
Drohnenalarm nach Netanjahu-Besuch im Norden Israels
Kurz nach einem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Nordisrael sind in mehreren Grenzorten Warnsirenen wegen Drohnenalarms ausgelöst worden. Israelische Medien berichteten, der Alarm sei kurz nach dem Ende eines Besuchs Netanjahus und weiterer Regierungsvertreter in der Gegend erfolgt. Das israelische Militär teilte später mit, die Sirenen seien durch Versuche ausgelöst worden, mehrere Drohnen abzufangen. Diese seien in der Nähe israelischer Soldaten im Süden des Libanons eingeschlagen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Laut IAEA-Bericht keine großen Änderungen bei Irans Atomprogramm
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) sieht trotz des seit drei Monaten andauernden Krieges der USA und Israels gegen den Iran keine größeren Veränderungen am iranischen Atomprogramm. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Behörde an die Mitgliedstaaten vom Donnerstag hervor, in den die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt. In dem Dokument fordert die IAEA die Regierung in Teheran erneut auf, den Verbleib von Beständen an angereichertem Uran zu klären. Seit einer früheren US-israelischen Bombardierung der wichtigsten iranischen Atomanlagen im vergangenen Juni fehlt von dem Material jede Spur. Die Behörde habe seit fast einem Jahr keinen Zugang mehr, um die Bestände an schwach und hoch angereichertem Uran zu überprüfen, hieß es in dem Bericht. Dies sei ein Grund zur Sorge über die Weiterverbreitung von Atomwaffen.
Israel zieht sich aus Grenzort von Libanon zurück
Als Teil der Umsetzung einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat sich die israelische Armee aus dem libanesischen Grenzort Dibbin zurückgezogen. Die libanesischen Streitkräfte bestätigten, dass sie in die Stadt eingerückt seien, nachdem das israelische Militär abgezogen sei. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht. Die libanesischen Streitkräfte haben demnach vor Ort von den Israelis errichtete Barrieren beseitigt. Spezialisierte Teams führten weiterhin Erkundungen rund um den Ort aus und räumten im Gebiet zurückgelassene Blindgänger. Die Armee rief die Bevölkerung auf, das Gebiet nicht zu betreten und den Anweisungen des Militärs Folge zu leisten, bis der Einsatz abgeschlossen ist.
Hisbollah-Chef lehnt Verhandlungen mit Israel und Waffenruhe ab
Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz, Naim Kassem, bezeichnet die Verhandlungen mit Israel als „schamlos“. Die Ankündigung Washingtons zu einer Waffenruhe sei ein „Fahrplan zur Vernichtung eines Teils des libanesischen Volkes“, sagt Kassem. Für die Miliz seien eine vollständige Waffenruhe und der Abzug Israels aus dem Süden des Libanon entscheidend. Solange Israel im Land bleibe, werde der Widerstand fortgesetzt. Zudem warnt Kassem, dass der Norden Israels nicht sicher sei, solange libanesische Dörfer bombardiert und Menschen getötet würden. Eine Verknüpfung der Präsenz der Hisbollah mit einer Waffenruhe oder einem israelischen Abzug lehnt er ab.
UN-Soldat stirbt bei Mörserangriff im Libanon
Ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil im Libanon ist nach UN-Angaben bei einem Mörserangriff im Südlibanon gestorben. Der Soldat sei in den frühen Morgenstunden seinen Verletzungen erlegen, nachdem er zunächst in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen worden war. Israel warf der Hisbollah-Miliz vor, für den Angriff verantwortlich zu sein. Der Angriff ereignete sich den Angaben am späten Mittwochabend in der Nähe des Orts Mardsch Ujun im Südlibanon. Zwei weitere Blauhelme seien ebenfalls verletzt worden, hieß es. Unifil machte zunächst keine Angaben dazu, von welcher Seite aus der Angriff kam. Man habe eine Untersuchung zur Klärung des genauen Hergangs eingeleitet. Nach Angaben der Beobachtermission sei in Südlibanon zuletzt eine „zunehmend hohe Zahl“ an Flugbahnen und Einschlägen registriert worden. Die Gewalt müsse beendet werden, forderte Unifil. In einer Stellungnahme der israelischen Armee hieß es, Hisbollah-Mitglieder hätten die Mörsergranaten abgefeuert, die den Unifil-Posten getroffen und dabei den Blauhelmsoldaten getötet hätten. Eine Untersuchung der Flugbahn habe dies eindeutig ergeben. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.
Libanon: Waffenruhe soll innerhalb von 24 Stunden beginnen
Eine von den USA vermittelte Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel kann nach den Worten des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun innerhalb von 24 Stunden in Kraft treten. Voraussetzung sei, dass alle Parteien dem zugestimmt haben. Vor lokalen Medien bezieht sich Aoun damit offenbar auf die Hisbollah-Miliz, die sich bislang nicht zu der in Washington angekündigten Feuerpause geäußert hat. Die Hisbollah lehnt direkte Gespräche ab und feuert weiterhin auf israelische Truppen im Libanon. Auch Israel setzt seine Angriffe fort.
Israel: Setzen Bodeneinsatz fort
Israel setzt seinen Bodeneinsatz im Südlibanon vorerst fort. Vertriebene Libanesen können noch nicht in ihre Häuser zurückkehren, teilt Verteidigungsminister Israel Katz mit. Die Truppen würden in der sogenannten Sicherheitszone bleiben, um die dortige terroristische Infrastruktur abzubauen. Israel behalte sich zudem das von den USA unterstützte Recht vor, als Reaktion auf Angriffe auch Ziele in Beirut anzugreifen. Erst am Vortag haben sich Israel und der Libanon auf eine Waffenruhe geeinigt, die an ein Ende der Angriffe durch die Hisbollah-Miliz geknüpft ist.
Trotz neuer Ankündigung: Libanon meldet neue israelische Angriffe
Trotz eines neuen Anlaufs, die bisher kaum wirksame Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah umzusetzen, kommt es im Libanon weiter zu israelischen Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete am Morgen von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht. Israel und der Libanon hatten sich in der Nacht erneut auf einen Weg zur Umsetzung der Waffenruhe geeinigt. Dies sei abhängig von einer kompletten Einstellung der Angriffe der proiranischen Hisbollah-Miliz gegen Israel, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern in Washington. Wegen des seit Anfang März andauernden Kriegs wurden im Libanon Hunderttausende Menschen vertrieben. Der libanesische Zivilschutz rief die Menschen am Morgen zur Geduld auf. Sie sollten nicht voreilig in ihre Heimatorte zurückkehren. Eine Rückkehr in die Dörfer im Süden des Landes solle erst nach entsprechenden offiziellen Ankündigungen erfolgen. Zudem bestehe weiterhin Gefahr durch Kriegsrückstände sowie nicht explodierte Munition.
Trump stellt rasche Einigung mit dem Iran in Aussicht
US-Präsident Donald Trump stellt eine baldige Einigung in den Verhandlungen mit dem Iran in Aussicht. Die Gespräche liefen gut und die Unterzeichnung von Dokumenten stehe kurz bevor, sagt Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Ein Abschluss könne bereits am Wochenende erfolgen, auch wenn dies noch nicht sicher sei.
Trump: USA sollen hochangereichertes Uran aus dem Iran übernehmen
Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump im Rahmen eines derzeit diskutierten Abkommens die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran übernehmen. „Wir werden es uns in nicht allzu ferner Zukunft holen“, sagt Trump. Die Uran-Vorräte Teherans sind ein Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen.
USA: Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe
Israel und der Libanon haben sich nach US-Angaben auf eine Waffenruhe geeinigt. Voraussetzung dafür sei, dass die Hisbollah-Miliz das Feuer vollständig einstelle und sich aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückziehe, teilt das US-Außenministerium nach Verhandlungen in Washington mit. Zudem sollen rasch Testgebiete eingerichtet werden, in denen ausschließlich die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt und nicht-staatliche Akteure ausgeschlossen werden. In der Woche vom 22. Juni wollen beide Seiten die direkten Gespräche fortsetzen, um ein umfassendes Abkommen zu erzielen. Alle beteiligten Parteien verurteilen der gemeinsamen Erklärung zufolge zudem die iranischen Angriffe in der Region.
Iran: Kontakte zu USA nicht abgerissen – aber keine Fortschritte
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi sagt in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al Mayadeen, dass die Kontakte zwischen Teheran und Washington zwar nicht abgerissen seien, es jedoch keine Fortschritte bei den Verhandlungen gebe. Beide Seiten prüften derzeit ausgetauschte Entwürfe. Zudem warnt der Minister: Sollte Israel die libanesische Hauptstadt Beirut angreifen, werde der Iran entschlossen reagieren. In den vergangenen Tagen hatten iranische Medien unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Gespräche zwischen den Kriegsparteien seien abgebrochen worden. US-Präsident Donald Trump hatte das zurückgewiesen. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute“, schrieb der Republikaner am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social.
Rubio hofft auf Friedenserklärung von Israel und Libanon
US-Außenminister Marco Rubio hofft nach einer neuen Runde politischer Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf eine gemeinsame Erklärung über ein Ende der Kämpfe. Ziel der Verhandlungen sei zudem ein Aktionsplan für Sicherheit im Libanon, der unabhängig von der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sein solle, sagte Rubio vor Abgeordneten in Washington. Zeitgleich trafen sich die Botschafter Israels und des Libanons im Außenministerium zu einem zweiten Verhandlungstag. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, die an den Gesprächen nicht beteiligt ist, gilt als eines der größten Hindernisse für Bemühungen um ein Ende des Krieges mit dem Iran. Die aktuelle Gesprächsrunde ist die vierte zwischen Israel und dem Libanon. Bereits am Freitag hatte im Pentagon ein Treffen zu Sicherheitsfragen stattgefunden.
Netanjahu: Friedensrat entscheidet über Vorgehen gegen Hamas, Trump über Iran
Entscheidungen über das Vorgehen gegen die Hamas im Gazastreifen und eine mögliche Entwaffnung der Extremistengruppe werden dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zufolge gemeinsam mit dem Friedensrat getroffen. Beschlüsse über die Art und den Zeitpunkt von Maßnahmen würden mit dem Gremium („Board of Peace“) abgestimmt, sagt Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Präsident Donald Trump hatte den Rat im vergangenen Jahr zur Überwachung eines schrittweisen Waffenstillstands eingerichtet. Die Entscheidung über eine vollständige Rückkehr zu Militäraktionen gegen den Iran liegt nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei US-Präsident Donald Trump. Die US- und israelischen Streitkräfte seien jedoch bereit, sagt Netanjahu.
Netanjahu: Konflikt mit Iran nicht vorbei – Land aber geschwächt
Der Konflikt mit dem Iran ist nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch nicht ausgestanden. „Es ist im Iran noch nicht vorbei, sie sind jedoch geschwächt“, sagt Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. Mit US-Präsident Donald Trump stimme er in den wesentlichen Punkten bezüglich des Irans überein. Gelegentliche taktische Meinungsverschiedenheiten würden ausgeräumt. Mit Blick auf die Hisbollah-Miliz erklärt Netanjahu zudem, viele derjenigen, die Israel angriffen, hielten sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf.



