UN zählt 21 Hinrichtungen im Iran seit Kriegsbeginn
UN zählt 21 Hinrichtungen im Iran seit Kriegsbeginn

Seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel vor zwei Monaten hat der Iran mindestens 21 Todesurteile vollstreckt und über 3600 Personen wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen. Dies teilte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk mit.

Mindestens neun Menschen seien im Zusammenhang mit Protesten im Januar exekutiert worden, zehn wegen angeblicher Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen. Türk zeigte sich entsetzt über die harsche und brutale Einschränkung der Rechte des iranischen Volkes und forderte ein Ende der Hinrichtungen sowie die Freilassung willkürlich Inhaftierter.

Zu den Hingerichteten gehört der 19-jährige Ringer Saleh Mohammadi, iranischer Jugendmeister und Mitglied des U-19-Kaders. Ihm wurde vorgeworfen, für den Tod von zwei Sicherheitskräften verantwortlich zu sein. Bei den regierungsfeindlichen Protesten im Januar hatten die Behörden Tausende getötet – die schwersten Unruhen seit 1979.

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Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights wurden insgesamt mindestens 3646 Menschen festgenommen, davon 767 nach einem Waffenstillstand am 8. April. Viele seien verschwunden, gefoltert oder misshandelt worden. Unter den Gefangenen befindet sich die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh; der Gesundheitszustand der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi habe sich nach einem Herzinfarkt verschlechtert.

Im Chabahar-Gefängnis im Südosten Irans hätten Sicherheitskräfte mindestens fünf Menschen getötet, als diese gegen ausbleibende Essenslieferungen protestierten.

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