Neuwelt-Schraubenwurmfliege: Fleischfressender Parasit löst Katastrophenfall aus
Jahrzehnte nach ihrer Ausrottung in den USA bereitet die Neuwelt-Schraubenwurmfliege Rinderzüchtern wieder große Sorgen. Der fleischfressende Parasit hat einen Katastrophenfall ausgelöst. Es gibt zwar ein wirksames Gegenmittel, doch dieses ist nicht in ausreichender Menge verfügbar. Die Situation ist ernst, wie Experten betonen.
Hintergrund der Krise
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege (Cochliomyia hominivorax) war in den USA durch intensive Bekämpfungsprogramme bereits ausgerottet worden. Nun taucht sie jedoch wieder auf und verursacht schwere Schäden in der Viehzucht. Die Fliegenlarven befallen offene Wunden von Tieren und fressen sich durch das lebende Gewebe, was zu qualvollen Toden führen kann.
„Die Geschichte zeigt, wie gefährlich diese Fliege sein kann“, sagte ein Sprecher des US-Landwirtschaftsministeriums. Die Behörden haben den Katastrophenfall ausgerufen, um Ressourcen zu bündeln und die Ausbreitung zu stoppen.
Gegenmittel Mangelware
Das wirksame Gegenmittel ist ein Sterilisationsprogramm, bei dem bestrahlte männliche Fliegen freigelassen werden, um die Fortpflanzung zu unterbrechen. Allerdings ist die Produktion dieser sterilen Fliegen derzeit nicht ausreichend, um die wachsende Population zu kontrollieren. Zudem sind die bestehenden Vorräte knapp.
- Die Fliege befällt vor allem Rinder, aber auch andere Warmblüter.
- Ein Befall kann ohne Behandlung tödlich enden.
- Landwirte müssen ihre Tiere intensiv überwachen und Wunden sofort versorgen.
Auswirkungen auf die Landwirtschaft
Die Wiederkehr der Schraubenwurmfliege bedroht die Viehwirtschaft in mehreren Bundesstaaten. Quarantänemaßnahmen wurden verhängt, der Transport von Tieren ist eingeschränkt. Die wirtschaftlichen Schäden könnten in die Millionen gehen, falls die Ausbreitung nicht gestoppt wird.
Forscher arbeiten an Lösungen, um die Produktion steriler Fliegen zu steigern. Bis dahin bleibt die Lage angespannt. Tierhalter hoffen auf schnelle Hilfe von Regierung und Wissenschaft.



